VfL Bochum

Vertrag bis 2020: Robin Dutt führt VfL Bochum in die Zukunft

Bochums Trainer Robin Dutt

Bochums Trainer Robin Dutt

Foto: Guido Kirchner

Bochum.   Der Zweitligist VfL Bochum verlängert mit seinem erfolgreichen Trainer Robin Dutt vorzeitig. Im Verein herrschen wieder Ruhe und Realismus

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Der erste Härtetest kam eher als erhofft. Mit 0:1 verlor Robin Dutt seine Premiere als Trainer des VfL Bochum beim 1. FC Heidenheim. Mitte Februar war das, der VfL stand am Abgrund zur 3. Liga. Der Zweitligist, der monatelang mit internem Zoff, Trainer- und Vorstands-Trennungen Schlagzeilen gemacht hatte, hatte ja einen neuen Trainer gesucht, der Ruhe und Zuversicht ausstrahlt. Nach dem missglückten Debüt wählte Dutt eine Mischung aus Lob und Tadel. Unaufgeregt.

Und so wurde der frühere Bundesliga-Trainer zum Retter. Der 53-Jährige stellte Hierarchien im Team wieder her, setzte auf eine eingespielte Elf. Eine Serie von neun Partien ohne Niederlage hievte den VfL noch auf Platz sechs. In dieser Saison liegt er auf Rang sieben, mit Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen.

VfL Bochum: Hoffnung auf den Aufstieg bleibt

Schon nach seiner Ankunft hatte Dutt erklärt, dass er sich „eher als Entwickler denn als Durchlauf-Erhitzer“ sehe. Am Freitag gab es das Papier dazu: Robin Dutt hat seinen Vertrag, der bisher nur bis zum Ende der laufenden Saison datiert war, um ein Jahr bis 30. Juni 2020 verlängert. Eine Laufzeit, mit der beide Seiten gut leben können: Der Verein kann über diese Saison hinaus planen, ohne ein zu großes Risiko in Kauf zu nehmen. Und Robin Dutt ist ein Mensch, der auf ein Miteinander setzt, auf Werte und Ziele, die man immer wieder überprüfen müsse.

Robin Dutt will unter die Top 25

Aktuell sieht das Ziel vor, den VfL konstant in den Top 25 Deutschlands zu halten. Das Wort Aufstieg, das jeder im Hinterkopf hat, posaunt niemand mehr heraus: Ein wenig Demut, gepaart mit Realismus, ist zurückgekehrt. Dutt sagt: „Der VfL und die Stadt Bochum entsprechen meinem Naturell.“

Man spricht wieder miteinander in Bochum, Konstanz soll keine Floskel mehr sein, fast alle Leistungsträger sind geblieben. Der gebürtige Kölner Dutt hat in seinen acht Monaten gebetsmühlenartig die gute Zusammenarbeit betont, mit den Trainerkollegen, mit dem Team. Auch die Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz und Ilja Kaenz­ig fingen ja fast zeitgleich mit Dutt an, das Trio stellte „alles auf Null“, so der Trainer. „Robin Dutt hat die Mannschaft durch seine Erfahrung, Ruhe und Fachkompetenz wieder in die Spur gebracht“, erklärt Schindzie­lorz die Vertragsverlängerung. „Der VfL verfügt über eine klare Spielidee, die Mannschaft tritt stabil auf.“ Und für Stabilität auf dem Trainerposten ist vorerst gesorgt.

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