VfL Bochum

Der VfL Bochum sucht weiter nach dem Königstransfer

Für Sebastian Maier fängt das Kapitel VfL Bochum nach dem Sommerurlaub erst so richtig an.

Für Sebastian Maier fängt das Kapitel VfL Bochum nach dem Sommerurlaub erst so richtig an.

Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool

Bochum.  Am Ende der Transferperiode wird sich Bochum wohl von elf Spielern getrennt haben. Auch Zugänge soll es noch geben - unter anderem ein Stürmer.

Von sieben Spielern hat sich der VfL Bochum bislang getrennt, mindestens zwei weitere sollen noch gehen in dieser Transferperiode. Drei Akteure, Simon Lorenz, Danny Blum und Patrick Drewes, werden den Zweitliga-Kader künftig sicher bereichern, dazu kommen die Talente, die bereits Zweitliga-Luft geschnuppert haben. Mehr als drei, maximal vier Kaderplätze dürften also nicht mehr zu besetzen sein.

Momentan hat der VfL trotz des Verlustes von Hinterseer, Gyamerah (beide HSV), Kruse, Sam, Bandowski, Baack, Pavlidis und Dornebusch noch 26 Spieler unter Vertrag. Allerdings hat man Tim Hoogland und Stefano Celozzi mitgeteilt, dass sie keine Zukunft mehr haben. Ulrich Bapoh, zuletzt ausgeliehen, wird wie Lorenz zurückkehren.

Rechtsverteidiger wird gesucht

Geht man davon aus, dass Hoogland, Celozzi und eventuell ein weitere Akteure keine Rolle spielen werden im VfL-Konzept, kommen unter dem Strich 24 vertraglich gebundene Spieler zusammen - inklusive der jungen Akteure Ekincier, Römling, Kokovas und Bella-Kotchap.

Ein Außen- und ein Innenverteidiger sowie ein Stürmer - das dürften die noch dringend zu besetzenden Positionen sein. Rechtsverteidiger mit mindestens Zweitliga-Erfahrung und zudem ablösefrei sind zum Beispiel Lukas Boeder (22/Paderborn), dem allerdings ein Angebot des englischen Zweitliga-Aufsteigers FC Barnsley vorliegen soll, und Sebastian Jung (28) vom VfL Wolfsburg, der sehr viel Pech mit Verletzungen hatte, aber schon deutlich mehr als 100 Bundesliga-Spiele in seiner Vita stehen hat. Auch Jung, Spross der Frankfurter Eintracht, ist ablösefrei.

Ein Kandidat könnte allerdings auch Anthony Barylla sein. Der 21-Jährige hat das bereits im vergangenen November vorgelegte Vertragsangebot seines Klubs, des Drittligisten FSV Zwickau, nicht angenommen, für die Thüringer ist der Fall inzwischen damit erledigt. Barylla war bis Weihnachten Stammspieler in Zwickau und hatte bis dahin keine Sekunde gefehlt.

Im Mittelfeld herrscht kein Mangel

Im defensiven Mittelfeld sind die Bochumer mit Losilla, Janelt, Eisfeld und Tesche ausreichend vertreten, offensiv herrscht auch kein Mangel. Lee, Weilandt, Pantovic, Blum, Saglam, Ekincier und Zoller sind da zu erwähnen und natürlich Sebastian Maier. Er sollte vor einem Jahr als Nachfolger von Kevin Stöger der Königstreffer sein, konnte aber wegen seiner langwierigen Verletzungen die Erwartungen nicht erfüllen. Jetzt wird der 25-Jährige, der als Spezialist für Standards gilt, einen neuen Anlauf nehmen.

Bleibt noch der zentrale Stürmer, der nach Hinterseers Weggang fehlt. Wie immer die schwierigste Aufgabe. Deshalb dürfte es auch bei einem Stürmer bleiben, dem man bei Bedarf Simon Zoller oder Tom Weilandt an die Seite stellen kann. Die Frage wird sein, ob der RSC Anderlecht im Fall von Silvère Ganvoula an seinen Forderungen festhält, eventuell einen solventeren Abnehmer als den VfL findet oder mit sich reden lässt.

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