VfL Bochum

Gamboa ist beim VfL Bochum einer der Hoffnungsträger

Volltreffer: Cristian Gamboa nach seinem Premieren-Tor in der 2. Bundesliga, seinem ersten Treffer für den VfL Bochum, das 3:2 gegen den Karlsruher SC.

Volltreffer: Cristian Gamboa nach seinem Premieren-Tor in der 2. Bundesliga, seinem ersten Treffer für den VfL Bochum, das 3:2 gegen den Karlsruher SC.

Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool

Bochum.  Vier Pflichtspiele musste er zusehen, gegen Aue soll er dabei sein. Cristian Gamboa ist gut angekommen in Bochum – nur eines passt ihm gar nicht.

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Angeregt diskutiert Cristian Gamboa, der Rechtsverteidiger, mit Simon Zoller, dem rechten Offensivmann, über das Training auf dem Weg zur Kabine. Es regnet immer noch, aber das perlt an dem 30-Jährigen aus Costa Rica ab. Er fühlt sich wohl in Bochum, in der Stadt, im Club, sagt er kurz darauf im Gespräch mit dieser Redaktion. Das gelte auch für seine Familie, die mit ihm ins Revier gezogen ist, seine Frau und seine beiden Söhne, drei und sechs Jahre jung.

Nur eines passt ihm nicht, überhaupt nicht: die sportliche Situation, in der sich sein ja immer noch recht neuer Verein befindet. Platz 15 ist auch Gamboa viel zu wenig. „Wir müssen wieder eine gute Mentalität auf den Platz bringen, um drei Punkte zu holen, um aus der Situation herauszukommen“, sagt er mit Nachdruck. Und wirkt so optimistisch wie angriffslustig.

Gamboa kam Ende August nach Bochum

Ende August kam Cristian Gamboa nach Bochum, als endgültig klar war, dass die sportliche Integration von Jordi Osei-Tutu, dem als Rechtsverteidiger vom FC Arsenal ausgeliehenen 21-Jährigen, in die 2. Bundesliga wohl noch ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen wird. Bochum verpflichtete den zuletzt für Celtic Glasgow spielenden Nationalspieler Costa Ricas als Sofort-Lösung für die rechte Abwehrseite, sein Vertrag läuft bis zum Sommer 2021.

Gleich in Stuttgart, nur wenige Tage nach seiner Ankunft, wurde er ins kalte Wasser geschmissen. Und der Routinier fand mit jedem Training, mit weiteren Einsätzen immer besser ins Spiel. In seinem sechsten Einsatz gelang dem kampfstarken, robusten Außenverteidiger sogar sein erster Treffer, das 3:2 gegen den Karlsruher SC, ehe ihn eine Muskelverletzung zurückwarf.

Vier Pflichtspiele hat er verpasst

Drei Liga-Spiele und ein Pokalspiel musste er zusehen, „das war schwierig“, sagt Gamboa, dem die Länderspielpause gelegen kam. Gegen Osnabrück feierte er ein Zehn-Minuten-Comeback, und am Samstag gegen Aue (13 Uhr/Ruhrstadion) ist mit Gamboa wieder in der Startelf zu rechnen, auch wenn Osei-Tutu inzwischen deutliche Fortschritte gemacht hat. „Ich bin fit, keine Probleme mehr“, sagt er, und wie in den Trainingseinheiten spürt man seinen Willen. Den Willen, zu gewinnen.

Soares muss das Training kurz vor Schluss abbrechen

Gamboa geht voran, er ist mit seiner Physis, seiner Dynamik einer der Hoffnungsträger des VfL Bochum, dass es am Samstag zum Sieg reicht gegen Aue. Ein anderer spielt auf der linken Abwehrseite und sorgte für einen Moment des Schreckens am Ende der Donnerstageinheit.

Nach einem Zweikampf eilte Physiotherapeut Jürgen Dolls zu Danilo Soares, der das Training dann abbrach, mit einem Eisbeutel in der Hand in die Kabine ging. Das linke Knie musste gekühlt werden. Nach allgemeinen ersten Einschätzungen aber soll Danilo Soares schon am Freitag wieder auf dem Trainingsplatz stehen – und am Samstag gegen Aue mitwirken. Definitiv ausfallen wird neben den Langzeitverletzten Simon Lorenz, der seit nun einer Woche krankheitsbedingt nicht trainieren kann.

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