2. Liga

Erleichterung pur nach dem ersten Heimsieg des VfL Bochum

Kollektive Freude beim VfL nach dem ersten Heimsieg.

Kollektive Freude beim VfL nach dem ersten Heimsieg.

Foto: Christof Koepsel / Bongarts/Getty Images

Bochum.  Bis zum 12. Spieltag hat es mit dem ersten Heimsieg für den VfL gedauert. Danach waren die Bochumer erleichtert. Die Stimmen zum Nürnberg-Spiel.

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Erleichtert waren die Profis des VfL Bochum nach dem ersten Heimsieg der Saison, dem verdienten 3:1 (3:0) gegen den 1. FC Nürnberg. „Jaaaa, Mann!“ hallte es lautstark mehrmals aus dem Kabinengang. Die Stimmen zum Spiel.

Thomas Reis, Trainer: „Es hat jeder gemerkt heute, wie viel Druck ein bisschen abgefallen ist, weil das Gespenst über dem Stadion schwebte, dass wir hier noch nicht gewonnen haben in dieser Saison. Wichtig war, dass wir nach dem Bayern-Spiel eine weitere Reaktion gezeigt haben. Nach den ersten Minuten, in denen wir nicht so gut reingekommen sind, haben wir das Spiel in den Griff bekommen, waren gut in den Zweikämpfen. In der zweiten Halbzeit haben wir es leider nicht mehr geschafft, die Nadelstiche zu setzen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Nach dem Anschlusstreffer hat man gemerkt, dass die Truppe noch nicht hundertprozentig sattelfest ist, da war es etwas schwammig, dann haben wir es wieder besser gemacht. Leider haben wir ein Gegentor bekommen, aber insgesamt haben wir gezeigt, dass das Bayern-Spiel keine Eintagsfliege war. Den Sieg können wir heute mal genießen, dann wird der Fokus wieder auf das Freitagsspiel gerichtet.“

Sebastian Schindzielorz, Sport-Geschäftsführer: „Gegen Bayern war es der erste Schritt. Heute sind wir wieder als Einheit aufgetreten, haben wie gegen Bayern Qualität und Intensität gezeigt. Wir müssen jetzt in kleinen Schritten weitermachen.“

Manuel Riemann: „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Ich hätte gerne mal zu Null gespielt, aber die drei Punkte sind mir doch lieber. Wichtig war nach der Kritik der letzten Wochen, dass wir uns nicht auseinander dividieren lassen, dass es uns zusammenschweißt. Den Weg müssen wir weitergehen, dann bin ich optimistisch, dass wir da unten rauskommen. Man muss kämpfen, rackern, dann wird man auch belohnt. Heute hatten wir das Quäntchen auf unserer Seite. Das soll keine Eintagsfliege sein, das ist unser Anspruch, in St. Pauli müssen wir wieder alles in die Waagschale werfen (zum 18-jährigen FCN-Torwart Benedikt Willert und seine Geste zu den VfL-Fans, die Hohngesänge zu unterlassen): Es gibt Tage, da hältst du die Bälle, an anderen Tagen nicht. Ihm (Benedikt Willert, Anm. der Redaktion) habe ich hinterher gesagt, dass er ein richtig gutes Spiel gemacht hat. Für mich waren die Gegentore keine Torwartfehler. Man muss einen 18-Jährigen nicht so runterschreien, noch dazu unberechtigt. Ich denke, ich habe mir bei den Fans ein Standing erarbeitet, weil ich auch im Dialog mit ihnen bin. Ich bin kein einfacher Typ, man mag mich oder man hasst mich, das ist auch in Ordnung so. Ich bin sicher nicht perfekt und versuche, mich weiterzuentwickeln.“

Danilo Soares: „Die Mannschaft hat das gut gemacht, hat gut gekämpft. Mein Tor war schön für mich, aber wichtig war, dass wir heute die drei Punkte geholt haben. Die Mentalität war schon gegen Bayern gut, heute wieder. Wir sind in einer schwierigen Situation und wollen jetzt bei St. Pauli wieder Vollgas geben, um dort drei Punkte zu holen.“

Manuel Wintzheimer: „Das Wichtigste war, dass wir gewonnen haben. Es war eine gute Mannschaftsleistung. Die erste Halbzeit war sehr gut, da haben wir mutig nach vorne gespielt und mutig verteidigt. In der zweiten Halbzeit haben wir gut verteidigt. Ich freue mich über jede Minute, die ich spiele und bin froh, dass ich der Mannschaft heute helfen konnte.“

Simon Lorenz: „Mein erstes Tor für den VfL war natürlich ein super Gefühl. Wir haben gewonnen, das war ein runder Abend. Vielleicht schaffen wir es, unsere Heimserie jetzt ins Positive zu drehen. Jetzt gilt es erst einmal, nochmal Körner zu sammeln und dann bei St. Pauli wieder alles rauszuhauen und uns in der Tabelle nach oben zu arbeiten. Mit Armel Bella-Kotchap habe ich in der Vorbereitung schon zusammen gespielt, in der Saison war es jetzt das erste Mal. Ich denke, es hat ganz gut geklappt.“

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