VfL Bochum

Bochums Dauerbrenner Celozzi fühlt sich wieder richtig gut

Hat 17 von bisher 18 Zweitligaspielen absolviert: Stefano Celozzi.

Foto: Udo Kreikenbohm

Hat 17 von bisher 18 Zweitligaspielen absolviert: Stefano Celozzi.

Bochum.  Stefano Celozzi hat die von Verletzungen geprägte Saison hinter sich gelassen und ist nun der Mann mit den meisten Einsatzzeiten beim VfL Bochum.

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Die Sonne hat sich durch die Wolken gekämpft, als Stefano Celozzi am frühen Mittwochmittag vom Kraftraum zum Hotelzimmer schlendert. Ein paar Runden sind die Spieler gelaufen, haben die so genannte „Aktivierung” vor dem Testspiel am Nachmittag im eigens hergerichteten Fitnesscenter vollendet. Auf dem Weg erzählt der 29-Jährige von seinem Glück; dem Glück, in der Hinrunde keine größeren Blessuren verspürt zu haben. „Ich bin erst einmal froh, dass ich nach sieben Monaten Verletzungspause wieder so reingekommen bin. Ich fühle mich richtig gut, ich bin fit”, sagt der Kapitän und wirkt dabei: ganz entspannt.

Seine Ruhe, verbunden mit seiner Intelligenz auf und neben dem Platz haben ihn zum Top-Kandidaten für das Amt mit der Binde gemacht in unruhigen Zeiten, nach der Suspendierung von Felix Bastians. Ob er Kapitän bleibt, ist offen. Verabredet war der Zeitraum bis Weihnachten. Ein Gespräch mit Trainer Jens Rasiejewski steht noch aus, „es gab bisher Wichtigeres”, sagt Celozzi gelassen.

Auch im Zentrum hat’s Spaß gemacht

In jedem Fall hat er bisher einen guten Job gemacht - auch als Spieler. Celozzi war immer ein Dauerbrenner beim VfL, doch in der Vorsaison kam er nur auf sechs Einsätze bis Mitte Oktober. Sehnenanriss, Muskelfaserriss, Rückschläge in Serie. Celozzi, der seit 2014 beim VfL und mit einem Vertrag bis 2020 ausgestattet ist, fasste erst in der Vorbereitung wieder Fuß - und wie. 17 der 18 Ligaspiele hat er absolviert, wurde nur zweimal ausgewechselt und hat nur die Partie in Bielefeld wegen Adduktorenproblemen verpasst. Mit 1505 Minuten kommt „Cello” auf die meiste Einsatzzeit aller VfL-Profis bisher.

Und bewies dabei sowohl aufsteigende Form („Natürlich muss man erstmal in den Rhythmus kommen nach der langen Auszeit”), als auch Flexibilität. Angefangen als etatmäßiger Rechtsverteidiger, agierte er unter Jens Rasiejewski im defensiven Mittelfeldzentrum, zuletzt im rechten Mittelfeld. „Es hat mir im Zentrum schon Spaß gemacht”, sagt Celozzi, schiebt aber hinterher: „Alle Positionen sind interessant.” Von Haus aus ist er auf der rechten Bahn zu finden, zuletzt überzeugte dort Jan Gyamerah. Wo Celozzi demnächst aufläuft, dürfte auch am Gegner und an der Form der internen Konkurrenten liegen.

Fest steht für den Routinier, dass die ersten beiden Heimspiele gegen Duisburg und Bielefeld von enormer Bedeutung sind: „Es ist wichtig, dass wir sofort gut reinkommen.”

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