VfL Bochum

0:0 - Für den VfL Bochum ist nur noch Platz neun möglich

Viele Zweikämpfe, keine Tore zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Bochum (oben: Stürmer Lukas Hinterseer).

Viele Zweikämpfe, keine Tore zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Bochum (oben: Stürmer Lukas Hinterseer).

Foto: dpa

Hamburg  0:0 endete das Zweitligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfL Bochum. Der VfL beendete immerhin seine Auswärts-Saison versöhnlich.

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Mit einem unterm Strich leistungsgerechten 0:0 beim FC St. Pauli hat der VfL Bochum seine Auswärts-Saison versöhnlich beendet. Der Zweitligist empfängt nun am kommenden Sonntag zum Abschluss der 2. Liga Union Berlin, der in Bochum den Aufstieg feiern will. Für den VfL, derzeit Tabellenzehnter, ist nur noch maximal Rang neun möglich.

Eine Überraschung gab es in der Startelf: Für den zuletzt etwas müden Milos Pantovic brachte Trainer Robin Dutt nicht Tom Weilandt, sondern Sidney Sam. Der Ex-Nationalspieler, dessen Vertrag ausläuft, feierte damit sein Comeback nach auskurierter Oberschenkelverletzung. Zuletzt war Sam Mitte Februar in Ingolstadt für den VfL aufgelaufen. Ansonsten vertraute Robin Dutt der gegen Magdeburg siegreichen Mannschaft. Wieder im Kader stand Danilo Soares. Zu Hause blieben die jungen Stelios Kokovas und Baris Ekincier.

FC St. Pauli legte gegen den VfL Bochum fulminant los

Der FC St. Pauli legte fulminant los, Bochum bekam kaum ein Bein auf den Rasen. Und hatte schon nach 44 Sekunden Glück, als Sami Allagui den 17-jährigen Armel Bella-Kotchap, der später einige gute Szenen hatte, stehen ließ und den Pfosten traf. Manuel Riemann begrub den Ball im Nachfassen unter sich. Danach zündeten einige Unverbesserliche der 3000 mitgereisten VfL-Fans Pyrotechnik, die Partie im ausverkauften und wie fast immer stimmungsvollen Millerntor-Stadion war kurz unterbrochen, ehe Riemann und Co. wieder freie Sicht hatten - der VfL wird die Zündelei wieder bezahlen müssen.

Weiter ging es zunächst nur in eine Richtung. Der VfL bekam keinen Zugriff, offenbarte Lücken im Mittelfeld. Die Defensivspieler beklagten immer wieder, dass man sie alleine ließ. St. Pauli schlug aus seiner Dominanz aber zu wenig Kapital, den Schuss des Ex-Bochumer Dimitrios Diamantakos faustete Riemann über die Latte (20.).

Nach rund 25 Minuten bekam der VfL die Partie strukturell zumindest defensiv besser in den Griff, offensiv blieb Bochum aber vieles schuldig. Auch, weil die Partie an Anthony Losilla, über die Saison gesehen einer der Besten des VfL, und Thomas Eisfeld in punkto Spielaufbau noch vorbeilief, was sich in Hälfte zwei ändern sollte. Letztlich musste sich der VfL bei Torwart Riemann bedanken, dass es mit 0:0 in die Pause ging: Nach Sams Fehler hatte Allagui freie Bahn, scheiterte aber am Bochumer Schlussmann (40.).

Zur zweiten Halbzeit kam Tom Weilandt, Doppel-Torschütze gegen Magdeburg, für den glücklosen Sam. Die Bochumer waren sofort deutlich präsenter, Losilla vergab die erste echte Chance per Kopf (47.), und Lukas Hinterseer zwang Pauli-Torwart Robin Himmelmann zur ersten Glanzparade nach Flanke von Jannik Bandowski (51.). Bochum war schwer am Drücker, musste um Minute 60 herum aber gleich zweimal verletzungsbedingt wechseln: Dominik Baumgartner knickte im Sprint ohne Fremdeinwirkung um, für ihn kam überraschend der eigentlich offensive Pantovic. Auch für Chung-Yong Lee ging es nicht weiter, ihn ersetzte Danilo Soares: Der Linksverteidiger übernahm den rechten Außenverteidiger-Posten, Pantovic rückte eine Reihe nach vorne. Die defensiv erprobten Routiniers Tim Hoogland und Robert Tesche indes blieben 90 Minuten auf der Bank.

Die ungewollten Wechsel brachten St. Pauli zurück ins Spiel, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hamburgs Luis Coordes traf nur das Außennetz (70.), Bochums Stürmer Silvere Ganvoula, freigespielt von Lukas Hinterseer, scheiterte frei vor Keeper Himmelmann - Riesenchance vertan (76.). Der VfL agierte längst zielstrebiger, doch Ganvoulas Hereingabe fand keinen Abnehmer und Bella-Kotchaps Schuss prallte auf die Latte, so dass es beim 0:0 blieb.

So spielten der FC St. Pauli und der VfL Bochum

St. Pauli: Himmelmann - Kalla (61. Coordes), Koglin, Hoogma, Buballa - Park, Möller Daehli, Becker, Lankford - Allagui (66. Schneider), Diamantakos (82. Meier). Trainer: Luhukay

VfL Bochum: Riemann - Baumgartner (61. Pantovic), Fabian, Bella Kotchap, Bandowski - Losilla, Eisfeld - Sam (46. Weilandt), Lee (64. Danilo Soares) - Hintersee, Ganvoula. Trainer: Dutt

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

St. Pauli - VfL Bochum 0:0
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