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Social-Media-Boykott: Uefa, St. Pauli und nun auch Hamilton

Mundschutz im doppelten Sinne: Auf Social-Media-Beiträge verzichtet Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton vorerst.

Mundschutz im doppelten Sinne: Auf Social-Media-Beiträge verzichtet Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton vorerst.

Foto: dpa

Portimao.  Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton lässt als Zeichen gegen Hass und Hetze Facebook und Co. für einige Tage ruhen. Auch deutsche Klubs beteiligt.

Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton (36) hat sich dem konzertierten Boykott von Sozialen Medien als Signal gegen Rassismus, Hass und Hetze im Internet angeschlossen. „Als Zeichen der Solidarität mit der Fußballgemeinde werde ich meine Social-Media-Kanäle an diesem Wochenende dunkel schalten. In unserer Gesellschaft ist kein Platz für jegliche Form von Missbrauch, ob online oder offline“, schrieb der Brite an seine mehr als 33 Millionen Follower bei Instagram, Twitter und Facebook.

Ein Boykott könne „das Problem nicht über Nacht lösen“, so der Brite weiter: „Wir müssen zum Wandel aufrufen, auch wenn es eine unlösbare Aufgabe zu sein scheint. Der Sport hat die Kraft zu vereinen. Lasst uns Missbrauch nicht als Teil des Sports akzeptieren. Lasst uns diejenigen sein, die einen Unterschied für zukünftige Generationen machen.“

Initiative gegen Hetze von der Premier League gestartet

Am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor dem dritten Saisonrennen der Formel 1 in Portimao (Sonntag, 16 Uhr/Sky) hatte Hamilton erklärt: „Die Social-Media-Plattformen müssen mehr tun, um das zu bekämpfen. Wenn meine Teilnahme dazu beiträgt, Druck auf diese Plattformen auszuüben, damit sie helfen, dagegen zu kämpfen, dann freue ich mich natürlich darüber.“

Die Initiative geht zurück auf Vereine der englischen Premier League im Fußball und dauert vom 30. April bis zum 3. Mai. Auch die deutschen Profiklubs TSG Hoffenheim und FC St. Pauli sowie die Europäische Fußball-Union Uefa kündigten an, sich dem Boykott anzuschließen. Hamiltons britische Formel-1-Kollegen Lando Norris und George Russell sind ebenfalls dabei, genauso unter anderem der Tennis-Weltverband ITF. (sid)

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