Fußball

Schalke-Idol Asamoah schockiert über Rassismus-Vorfälle in Bulgarien

Verärgert: Schalke-Legende Gerald Asamoah.

Verärgert: Schalke-Legende Gerald Asamoah.

Foto: Thorsten Tillmann / Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen/Sofia.  Der 6:0-Erfolg Englands in Bulgarien wurde von rassistischen Vorfällen überschattet. Schalke-Idol Gerald Asamoah reagierte sehr emotional.

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Schalke-Idol Gerald Asamoah hat via Social Media heftig auf die rassistischen Vorfälle während des EM-Qualifikationsspiels zwischen Bulgarien und England (0:6) reagiert. "Ich bin schockiert, zornig, traurig", schrieb Asamoah. "Ich bin so müde von diesem Scheiß. Die Vorfälle zeigen einmal mehr, dass wir weiter gegen Rassismus kämpfen müssen - im Fußball, überall, jeden Tag."

Der englische Fußball-Verband FA forderte Untersuchungen durch die UEFA. Das schrieb die FA am Montagabend. „Wie wir bedauerlicherweise wissen, ist es nicht das erste Mal, dass unsere Spieler von dieser Art Missbrauch betroffen sind“, hieß es in einer Mitteilung.

England feierte mühelosen 6:0-Erfolg in Bulgarien

Das Spiel war in der ersten Halbzeit zweimal wegen rassistischer Äußerungen von bulgarischen Fans unterbrochen worden. Der Schiedsrichter warnte über den Stadionsprecher vor dem Abbruch der Partie. Er brachte die Partie jedoch zu Ende.

Englische Spieler hatten vor der Begegnung gedroht, den Rasen bei rassistischen Vorfällen gegen einen Spieler zu verlassen. Das taten sie allerdings nicht und feierten ein müheloses 6:0 (4:0). Marcus Rashford (7.), Ross Barkley (20., 32.), Raheem Sterling (45., 69.) und Harry Kane (85.) schossen die Tore. Coach Gareth Southgate zeigte sich trotz des klaren Sieges betroffen. „Wir wissen, dass dies eine inakzeptable Situation ist, aber ich denke, wir haben es geschafft, zwei Aussagen zu treffen: Indem wir das Spiel gewonnen haben, aber auch indem wir alle auf die Situation aufmerksam gemacht haben, als das Spiel zweimal gestoppt wurde.“

Geisterspiel droht

Der bulgarischen Mannschaft droht wohl ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Artikel 14 der Rechtspflegeordnung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) sieht bei einem wiederholten Fall nämlich ein „Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit und eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro“ vor. (aer/dpa)

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