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Schalkes Abwehr steht seit drei Spielen wieder stabil

Sie sind vor allem für die Null zuständig: Thilo Kehrer, Benjamin Stambouli, Ralf Fährmann, Matija Nastasic und Naldo (von links).

Foto: firo Sportphoto/JŸrgen Fromme

Sie sind vor allem für die Null zuständig: Thilo Kehrer, Benjamin Stambouli, Ralf Fährmann, Matija Nastasic und Naldo (von links).

Gelsenkirchen.   Drei Siege mit nur einem Gegentor: Schalkes Abwehr steht wieder stabil. Auf diesem Fundament will Matija Nastasic zurück in die Champions League.

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Der letzte Mann war Andrej Kramaric. Am 17. Februar erzielte der kroatische Stürmer der TSG Hoffenheim beim Schalker 2:1-Heimsieg gegen die Kraichgauer in der 78. Minute den Anschlusstreffer für die Gäste – es ist das bislang letzte Gegentor, das Ralf Fährmann kassiert hat. Danach gewann Schalke die beiden Spiele in Leverkusen (2:0) und gegen Hertha BSC (1:0) zu Null und bilanziert damit im Augenblick eine hübsche, kleine Erfolgsserie: Drei Siege in Folge mit insgesamt nur einem Gegentor.

Nastasic spricht von der Champions League

So hat das Team von Trainer Domenico Tedesco in der Bundesliga den zweiten Tabellenplatz zurückerobert und darf mehr denn je wieder von der Rückkehr in den Europapokal träumen. Vor dem kniffeligen Auswärtsspiel am Freitag (20.30 Uhr) beim FSV Mainz 05 wagt sich Abwehrspieler Matija Nastasic aus der Deckung und sagt: „Ich hoffe, dass wir die Champions League erreichen.“

Nastasic ist mit seinen Leistungen ein ganz wichtiger Faktor auf dem Weg zurück nach Europa – wie wichtig, zeigte sich auch zuletzt beim 1:0 gegen Berlin, als der coole Serbe in der zweiten Halbzeit alles wegputzte, was ihm in den Weg kam (WAZ-Note 2). Schalkes Abwehr um den baumlangen Funkturm Naldo war standhaft und ließ nur wenige echte Chancen der Berliner zu – das war entscheidend für den Sieg, weil Mittelfeldspieler und Stürmer kaum noch für Entlastung sorgen konnten. Die Hertha-Angreifer prallten immer wieder am blauen Beton ab.

Nur zehn Gegentore in den ersten zwölf Spielen

Vor einigen Wochen musste man sich noch ein wenig Sorgen um die Stabilität der Schalker Abwehr machen. In den ersten zwölf Bundesliga-Spielen dieser Saison hatte es nur zehn Gegentore gegeben – damit hatte Schalke zu diesem Zeitpunkt im November die beste Defensive der Liga nach Bayern München (bis dahin acht Gegentore).

Danach wackelte die Abwehr - und auch Fährmann

Danach aber gab’s eine Serie mit 15 Gegentoren in nur sieben Spielen, und als dann auch noch Torwart Ralf Fährmann bei den Niederlagen gegen Bremen (1:2) und in München (1:2) ungewohnt patzte, wackelte Königsblau bedenklich. Doch seit drei Spielen packt Fährmann wieder sicher zu, und die Abwehr steht wie eine Eins. Schon nach dem Sieg in Leverkusen staunte Manager Christian Heidel, wie wenig Schalkes Abwehr gegen die sonst so offensivstarke Bayer-Elf zugelassen hatte: „In der zweiten Halbzeit hatte Leverkusen keine klare Torchance.“

Fünf Männer sind zuständig

Fünf Mann sind auf Schalke vor allem für die Null zuständig: Ralf Fährmann im Tor, Naldo im Zentrum, Matija Nastasic auf der halblinken Position sowie Thilo Kehrer oder Benjamin Stambouli im Wechsel als rechter Innenverteidiger. Sie bilden den blauen Beton, der auch am Freitag in Mainz halten soll. Nastasic warnt aber, dass das alles andere als leicht wird: „Jeder weiß, in welcher Position die Mainzer gerade sind. Sie brauchen die Punkte, um sich zu retten, sie werden um jeden Ball kämpfen. Das wird ein schwieriges Spiel – vielleicht das schwierigste in den letzten Wochen.“ Doch Schalke will die drei Punkte für die Champions League, und deswegen fordert Nastasic: „Wenn wir in Mainz gewinnen wollen, müssen wir 90 Minuten total konzentriert sein.“

So wie zuletzt, als der blaue Beton so sicher stand. Andrej Kramaric soll auch am Freitagabend noch der letzte Mann sein...

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