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Schalke-Trainer Tedesco will schneller spielen lassen

Schalke-Trainer Domenico Tedesco.

Schalke-Trainer Domenico Tedesco.

Foto: firo

Gelsenkirchen.   Schalke 04 hat nach der verkorksten Hinrunde eine Menge aufzuholen. Trainer Domenico Tedesco nimmt seine Spieler in die Pflicht.

Schalkes Profis wollen nach einer königsgrauen Hinrunde Farbtupfer setzen. Im Jahr 2019 soll vieles besser werden. Trainer Domenico Tedesco schärfte mit seinem Herzblut-Appell an seine Profis zu Beginn des Trainingslagers im spanischen Benidorm den Blick für das Wesentliche.

Der Schalke-Check: Was läuft gut? Was läuft schief? Tedesco nimmt die Spieler jetzt verstärkt in die Pflicht. „Wir haben viel vor. Ein großes Thema ist bei uns die Konstanz. Davon hatten wir in der Hinserie zu wenig“, sagt der 33-Jährige. Dass Platz 13 nicht der Anspruch des amtierenden Vizemeisters sein kann, versteht sich von selbst. Rechtsverteidiger Daniel Caligiuri stellt fest: „Wir sind Schalke – und wir gehören da unten nicht hin.“

Caligiuri weiß, dass den Worten auch Taten folgen müssen, um in der zweiten Saisonhälfte deutliche Schritte nach vorne zu machen. „Wir versuchen, die kleinen Baustellen in den Griff zu kriegen“, sagt der Routinier. Domenico Tedesco ließ im Trainingslager immer wieder den zügigen Aufbau über die Sechser-Positionen, schnelles Umschaltspiel, clevere Spielverlagerungen und Torabschlüsse einstudieren. In diesen Bereichen hat Schalke erheblichen Nachholbedarf. Das Team war in den vergangenen Monaten zu leicht auszurechnen und brachte kaum positive Überraschungseffekte auf den Platz.

„Wir benötigen mehr Zielstrebigkeit vor dem Tor, müssen uns die Chancen noch besser herausspielen. Gerade, wenn wir über die Außenpositionen Angriffe starten, ist es wichtig, den Mann in der Mitte zu finden. Ich bin überzeugt, dass wir das verbessern“, sagt Mark Uth, der nach auskuriertem Muskelfaserriss einer der Hoffnungsträger für die Rückrunde ist.

Große Erwartungen hat Schalke auch in Sebastian Rudy. Der 28-Jährige konnte nach seinem Wechsel von Bayern München in den Ruhrpott noch nicht überzeugen. „Natürlich hatten wir uns das ein bisschen anders vorgestellt“, sagt Manager Christian Heidel. Abgeschrieben hat er den Mittelfeldspieler lange nicht. In der Restrunde soll Rudy mit seiner Ballsicherheit dafür sorgen, dass Schalke spielerisch zulegt. Kapitän Fährmann: „Sebastian ist als Typ sehr, sehr ruhig. Mit dieser Ruhe wird er uns aber weiterhelfen.“

Knackiges Auftaktprogramm für Schalke

Das Auftaktprogramm der Königsblauen hat es bereits in sich. Schalke startet gegen den VfL Wolfsburg, muss dann zu Hertha BSC Berlin. Anschließend geht es gegen Borussia Mönchengladbach und den FC Bayern München. „Wir wollen gut in die Rückrunde kommen. Bevor wir uns darüber unterhalten, wo wir am 34. Spieltag stehen, geht es erst einmal darum, erfolgreich zu starten“, sagt Ralf Fährmann – und hofft bei den Königsblauen auf mehr Farbe als Grautöne.

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