Schalke

Schalke-Trainer Tedesco: Darum sitzt Fährmann auf der Bank

Schalke-Trainer Domenico Tedesco (l.) mit Ralf Fährmann.

Schalke-Trainer Domenico Tedesco (l.) mit Ralf Fährmann.

Foto: imago

Gelsenkirchen.  Paukenschlag beim FC Schalke 04: Alexander Nübel hat den Stammplatz erobert im Tor erobert - Kapitän Ralf Fährmann sitzt nur noch auf der Bank.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Was für ein Paukenschlag direkt zum Rückrundenstart: Torwart und Kapitän Ralf Fährmann sitzt im Bundesligaspiel des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg nur auf der Bank - Alexander Nübel rückt zwischen die Pfosten.

Schalke-Trainer Tedesco: "Diese Entscheidung ist uns extrem schwer gefallen"

Diese viel diskutierte Entscheidung begründete Trainer Domenico Tedesco vor dem Spiel. "Diese Entscheidung ist uns extrem schwer gefallen", sagte Tedesco im Sky-Gespräch. "Doch in den letzten Spielen waren Unsicherheiten dabei. Wir hatten das Gefühl, dass Ralle nicht frei im Kopf ist." Fährmann hatte sich in der Hinrunde gleich mehrere Schnitzer geleistet. Am fünften Spieltag unterlagen die Königsblauen beim SC Freiburg mit 0:1 (0:0) -vor dem entscheidenden Gegentor hatte der Torwart gepatzt. Auch in den Spielen beim FC Augsburg (1:1) und dem VfB Stuttgart (3:1) sowie gegen Bayer Leverkusen (1:2) sah Fährmann in einigen Szenen nicht gut aus.

U21-Nationaltorwart Nübel hatte in der Hinrunde in sechs Pflichtspielen überzeugt, als Fährmann zwischenzeitlich mit einer Adduktorenverletzung ausfiel. Auch in der Vorbereitung hinterließ er den besseren Eindruck. "Alex hat sich die Chance verdient. Er gibt uns aktuell ein besseres Gefühl - nicht mehr, nicht weniger", sagte Tedesco. Die Entscheidung für Nübel müsse nicht endgültig sein. "Das ist eine Momentaufnahme", sagte Tedesco.

Auch Schalkes Jahrhunderttrainer Stevens war offenbar eingeweiht

Sportvorstand Christian Heidel war in Tedescos Entscheidungsfindung eingebunden, wie er erzählte: "Wir haben während der Woche zum ersten Mal darüber gesprochen. Die endgültige Entscheidung fiel am Mittwoch, am Samstag hat Domenico es Ralle gesagt. Es war seine alleinige Entscheidung, die ich zu 100 Prozent mittrage." Tedesco deutete zudem an, dass er Schalkes Jahrhunderttrainer Huub Stevens in seine Gedanken einweihte.

Noch vor zwei Monaten hatte Schalkes Bosse einen Torwartwechsel nahezu ausgeschlossen. „Wir sehen Alex schon als Torwart für die Zeit nach Ralf Fährmann“, sagte Sportvorstand Christian Heidel. Und Tedesco erklärte: "Ralle ist unser Kapitän und unsere Nummer eins. Alex ist nominell unsere Nummer zwei. Alles andere überlegen wir nicht."

Doch in einer sportlich schwierigen Situation ist selbst der Kapitän nicht mehr gesetzt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben