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Schalke: Stambouli muss Kapitänsbinde an Ultras abgeben

Und weg ist die Binde: Ein Vorsänger der Schalke-Ultras hat sie in der Hand.

Und weg ist die Binde: Ein Vorsänger der Schalke-Ultras hat sie in der Hand.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Wut, Pfiffe, Enttäuschung in der Schalker Nordkurve nach dem 0:4 gegen Fortuna Düsseldorf. Benjamin Stambouli musste die Kapitänsbinde abgeben.

Wut. Enttäuschung. Pfiffe. Die Fans des FC Schalke 04 ließen ihren Emotionen nach dem 0:4-Desaster gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf freien Lauf. Trainer Domenico Tedesco wagte trotzdem den schweren Weg in die Nordkurve und hörte sich die verärgerten Rufe der Fans an. Die Spieler folgten nur zögernd.

Die zwei Vorsänger des Fanklubs Ultras Gelsenkirchen (UGE) stellten sich schließlich zu einer Gruppe von Schalke-Spielern, zu denen auch Benjamin Stambouli gehörte, der die Kapitänsbinde trug - und Torwart Ralf Fährmann, der etatmäßige Kapitän, der diesmal auf der Bank saß. Und es ist eine ganz besondere Kapitänsbinde. Diese hatten die Ultras gestaltet, mit dem Aufdruck "Nordkurve Gelsenkirchen" versehen und vor der Saison an Fährmann übergeben. In einer Erklärung hieß es: "Die Binde soll unsere Elf die komplette Saison über begleiten und den Arm unseres Kapitäns bei den anstehenden Spielen und sicherlich schwierigen sportlichen Aufgaben in Europa schmücken!"

Ex-Schalker Kaan Ayhan: "Ein 1:0 hätte heute gereicht"

Doch nun hat Stambouli keine Binde mehr. "Die haben mir die Binde weggenommen", sagte ein sehr emotionaler Stambouli nach dem Spiel. Der Mittelfeldspieler, nach auskuriertem Jochbeinbruch mit Maske ins Team zurückgekehrt, spielte selbst nicht besonders gut. Deshalb fiel ihm eine Analyse auch sehr schwer: "Ich bin traurig. Sauer. Zuerst bin ich sauer auf mich. Ich habe keine Lösung. Heute ist sehr schwer. Wir müssen diesen Verein leben. Ich versuche das jeden Tag. Dieser Verein wird immer da sein - Spieler kommen und gehen. Wir sind nur kleine Spieler, wenn du das vergleichst mit dem großen Verein. Ich werde immer alles geben für Schalke."

Mitleid hatte Abwehrspieler Kaan Ayhan vom siegreichen Team aus Düsseldorf. Ayhan, der in der "Knappenschmiede" der Schalker ausgebildet worden war, schaute trotz des hohen Sieges etwas traurig und sagte: "Ein 1:0 heute hätte heute auch gereicht."

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