Schalke

Schalke-Sportvorstand Schneider fordert anderen Auftritt

War nicht zufrieden mit dem Aufritt der Schalker: Sportvorstand Jochen Schneider.

War nicht zufrieden mit dem Aufritt der Schalker: Sportvorstand Jochen Schneider.

Foto: firo

Nürnberg.   Weil S04 im Vergleich zum Bremen- und Frankfurt-Spiel kämpferisch eine Menge vermissen ließ, zeigt Schneider auch Verständnis für den Fan-Frust.

Die sportliche Zwischenbilanz von Jochen Schneider ist bisher dünn, auch wenn der 48-Jährige nicht selbst die Fußballschuhe schnürt. Der neue Schalker Sportvorstand hat nach seinem offiziellen Amtsantritt erst einen Sieg (1:0 in Hannover), aber schon drei Niederlagen (2:4 in Bremen, 0:1 gegen Leipzig, 1:2 gegen Frankfurt) erlebt. Das 1:1 in Nürnberg war am Freitag immerhin ein Mini-Erfolg.

Reaktion der Schalke-Fans für Schneider nachvollziehbar

Aber die lasche Schalker Vorstellung an sich gab im Gegensatz zum Fight gegen Frankfurt zu denken. "Da brauchen wir nicht drumherum reden. Es war ein enttäuschender Auftritt", bilanzierte Schneider, "das haben wir uns alle anders vorgestellt." Der Funktionär fasst zusammen: "Die Spiele gegen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt waren deutlich besser. Man hat es auch an der Reaktion der Fans gesehen, die ein gutes Gespür haben. Letzte Wochen haben sie die Mannschaft nach dem Spiel mit Applaus in der Kurve empfangen. In Nürnberg war das anders, weil das einfach zu wenig von der Mannschaft war."

Wie schon beim 0:3-Abschuss in Mainz oder dem 0:4-Debakel gegen Fortuna Düsseldorf hagelte es Kritik aus dem vollbesetzten S04-Block. "Außer Nübel könnt ihr alle gehen" war die deutliche Botschaft an das Gros der Schalker Zweckgemeinschaft, dass der Geduldsfaden bei den Anhängern gerissen ist. "Das ist natürlich nicht schön", meinte Schneider zu den Gesängen, forderte aber gleichzeitig ein dickes Fell bei den Profis ein: "Nach so einer Leistung muss man das mal aushalten können. Das war nichts und deshalb ist die Reaktion nachvollziehbar."

Schneider sieht "Rückschritt in der Leistung"

Schalke bleiben jetzt noch fünf Spiele bis zum Saisonende, um den Sturz auf den drittletzten Platz und damit das Relegations-Roulette gegen den Zweitliga-Dritten zu verhindern. "Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir anders auftreten können", sagt Schneider und hofft, dass Nürnberg der letzte Tiefpunkt einer enttäuschenden Saison war. Der Sportvorstand zerknirscht: "Das war ganz klar ein Rückschritt in der Leistung."

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