20-Millionen-Vertrag

20-Millionen-Vertrag: Schalke 04 macht als erster Verein mit dem Trikot-Ärmel Geld

Guido Burgstaller.

Foto: firo

Guido Burgstaller. Foto: firo

Gelsenkirchen.   Bundesligisten dürfen den Trikot-Ärmel künftig selbst vermarkten. Die Königsblauen sind Vorreiter. Sie haben einen lukrativen Vertrag.

Schalke 04 hat einen neuen Millionen-Vertrag abgeschlossen und damit auch der gesamten Bundesliga ein innovatives Modell zur weiteren Vermarktung des Trikots aufgezeigt. Die Königsblauen werben ab der kommenden Saison für den Online-Marktplatz Allyouneed, der zur Deutschen Post AG gehört. Das neue Logo befindet sich am Ärmel des Trikots, der den deutschen Profi-Klubs ab der kommenden Saison zur Eigenvermarktung zusteht.

Bisher war diese Werbefläche von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zentral für die Klubs vermarktet worden und brachte für einen Verein wie Schalke einen niedrigen sechsstelligen Betrag ein. Führende Marketing-Manager der Bundesliga-Klubs, darunter auch Schalkes Marketing-Vorstand Alexander Jobst, hatten bei der DFL mit Erfolg dafür gekämpft, dass alle 36 Klubs der ersten und zweiten Liga den Trikot-Ärmel künftig selbst nutzen dürfen.

Fünf Millionen Euro pro Jahr sind garantiert

Für Schalke bedeutet der Abschluss mit Allyouneed einen Vorstoß in neue Dimensionen, was den Erlös für den Trikot-Ärmel betrifft: Nach Informationen der WAZ liegt das Gesamtvolumen der auf vier Jahre abgeschlossenen Partnerschaft bei 20 bis 22 Millionen Euro – fünf Millionen Euro sind pro Jahr garantiert. Das ist mehr als andere Klubs von ihrem Hauptsponsor kassieren. Zum Vergleich: Krombacher zahlt Eintracht Frankfurt für die zentrale Brust-Fläche auf dem Trikot circa 4,5 Millionen Euro jährlich. Schalke erhält von Gazprom dafür knapp 20 Millionen Euro pro Jahr.

Schalkes Vertrag mit Allyouneed ist deswegen so hoch dotiert, innovativ und richtungweisend, weil in das Sponsoren-Logo auf dem Ärmel ein Chip eingebunden sein wird, mit dem die Fans mit dem dort werbenden Online-Marktplatz kommunizieren können.

Für Schalke ist dieser 20-Millionen-Deal ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Marketing-Erlöse selbst nach dem Verpassen des Europapokals nicht nur stabil bleiben, sondern sogar gesteigert werden.

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