Schalke

Schneiders Schalke-Umbau war erst der Anfang

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Bei Schalke hat der neue Sportvorstand Jochen Schneider seine erste Transferperiode hinter sich. Neben Torwart Nübel gibt es noch andere Baustellen.

Jochen Schneider feiert am Freitag seinen 49. Geburtstag. Beim Kuchenessen wird Schneider sicherlich auch sein erstes halbes Jahr als Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 Revue passieren lassen. Der ehemalige Stuttgarter hat gerade eine Transferperiode bei den Königsblauen hinter sich gebracht und den ersten Teil des Umbaus am Kader erledigt. Schneider weiß allerdings, dass er zum Schalke-Aufhübschen zusammen mit dem neuen Technischen Direktor Michael Reschke und Trainer David Wagner noch zwei bis drei Transferphasen benötigt. So lange dauert es, um aus dem Tabellenvierzehnten der Vorsaison wieder einen ernstzunehmenden Champions-League-Anwärter zu machen.

Geduld steht bei den Schalkern an oberster Stelle, selbst wenn es unter David Wagner zwischendurch eine sportliche Durststrecke geben sollte. Wagner erklärte in einem Interview mit der „Sport Bild“, dass es sein langfristiges Ziel ist, „Schalke wieder ins internationale Geschäft zurückzuführen.“ Wagner: „Aber dafür bedarf es Zeit.“

Zwei Schalke-Spieler mit großer Zukunft

Gleiches gilt für die Neustrukturierung des Kaders, der vor wenigen Wochen nur knapp am Abstieg in die 2. Liga vorbeigeschlittert war. Der Verkauf des in Ungnade gefallenen Nabil Bentaleb an Werder Bremen scheiterte wegen der Knieoperation des 24-Jährigen. Sobald der eigensinnige Bentaleb fit ist und Stammplatz-Ansprüche anmeldet, könnte der Teamgeist auf eine harte Probe gestellt werden.

In Ozan Kabak (19) und Weston McKennie (21) hat Schneider zwei junge Spieler, denen eine große Zukunft vorausgesagt wird, langfristig bis Sommer 2024 gebunden. In Markus Schubert (21) hat Schalke einen der besten deutschen Nachwuchstorhüter für vier Jahre unter Vertrag genommen. Schneiders bisher größter Coup wäre die Vertragsverlängerung mit Kapitän Alexander Nübel (22), dem er alle Zeit eingeräumt hat, um in Ruhe zu überlegen und sich dann zu entscheiden.

Nübel kann Schalke 2020 ablösefrei verlassen. Ein Szenario, das der Sportvorstand unbedingt verhindern möchte. Der Fall Nübel ist aber nicht die einzige Baustelle auf Schalke. Auch der Vertrag von Führungsspieler Benjamin Stambouli (29) endet nach dieser Saison. Gleiches gilt für Bastian Oczipka (30) und Daniel Caligiuri (31) sowie für Talent Fabian Reese (21).

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