Schalke

Der FC Barcelona soll Schalkes Amine Harit beobachten

Den Gegner aussteigen lassen: Amine Harit macht das hier beim Spiel in Sinsheim mit dem Hoffenheimer Lukas Rupp. Am Samstag soll’s gegen den BVB klappen.

Den Gegner aussteigen lassen: Amine Harit macht das hier beim Spiel in Sinsheim mit dem Hoffenheimer Lukas Rupp. Am Samstag soll’s gegen den BVB klappen.

Foto: Alex Grimm / Bongarts/Getty Images

Sinsheim.  Amine Harit soll von Scouts des FC Barcelona beobachtet worden sein, sein Schalke-Vertrag läuft bis 2021. Doch aktuell ist er im Derby-Modus.

Die Spione aus Spanien hatten sich zumindest sehr, sehr gut versteckt, aber das gehört zum Geschäft. Und wenn es denn stimmt, was die dem FC Barcelona nahe stehende Zeitung Sport vermeldete, dann wurde Schalkes Amine Harit beim Spiel gegen Hoffenheim (0:2) von Scouts des katalanischen Edel-Klubs beobachtet. Enttäuscht wurden sie nicht, Harit spielte stark (WAZ-Note 2,5). Dass sich Schalke Sorgen um einen Verbleib des marokkanischen Dribblers machen muss, bedeutet dies aber noch nicht automatisch. Zum einen hat Harit noch einen S04-Vertrag bis 2021, zum anderen sitzen bei jedem Spiel Spione auf der Tribüne. Auch Barca schickt seine Scouts in die ganze Welt, nicht nur nach Sinsheim.

Vom Sorgenkind zum Leader mutiert

Dass Harit in dieser Saison auf Schalke vom Sorgenkind zum Leader mutiert ist, zeigte er aber auch im Kraichgau. Nach dem Spiel ärgerte er sich sehr über die verpasste Chance auf den nächsten Auswärts-Dreier: „Wir haben sehr, sehr gut gespielt“, sagte er, „ich denke, das war eines unserer besten Spiele in dieser Saison, aber wir müssen vor dem Tor mehr Killer sein. Wenn du nicht triffst, kannst du alles andere vergessen.“ Dass die Niederlage Schalke vor dem Derby am Samstag in der Arena zurückwerfen könnte, glaubt er aber nicht: „Jeder von uns weiß, wie wichtig dieses Spiel ist.“

Amine Harit schaltete nach dem Spiel im Kraichgau sofort in den Derby-Modus: „Wir sind bereit für das Derby“, versprach er. Was er erwartet, ist „ein Kämpfer-Spiel mit viel Leidenschaft, wir müssen von der ersten Minute an da sein.“ Und: „Wir müssen Tore schießen vor unseren Fans. Das wird schwierig, weil die gerade jetzt gewonnen haben.“ Mit „die“ meint er den Gegner aus der Nachbarschaft, der am Samstag Mönchengladbach mit 1:0 bezwang und seine Sieglos-Serie stoppte.

Man merkt es Harit an, dass das Derby eines der Duelle ist, auf die sich auch die Spieler selbst ganz besonders freuen. Dortmund habe „eine gute Mannschaft mit vielen guten Spielern, auch wenn sie in den letzten Wochen nicht so oft gewonnen haben.“ Für Harit kommt diese Aufgabe jetzt aber gerade recht: „Wir gehen sehr respektvoll mit dem Gegner um. Da gibt es große Spieler wie Reus, Sancho, Hakimi oder Witsel, aber für uns ist es gut, gegen eine solche Mannschaft zu spielen, denn wir wollen uns verbessern.“

Harit ist sicher: „Es wird ein großes Spiel am Samstag“ – und er selbst kann in diesem großen Spiel auch wieder eine Hauptrolle übernehmen. Wie schon einige Male in dieser Saison.

Spieler des Monats September – vor Coutinho und Lewandowski

Im September wurde Schalkes Shooting-Star zum „Spieler des Monats“ der gesamten Bundesliga gewählt: Harit setzte sich bei der von Fans und Experten durchgeführten Wahl unter anderem gegen die drei Bayern-Stars Coutinho, Lewandowski und Kimmich durch – erst in der vergangenen Woche präsentierte der Schalker stolz die offizielle Trophäe der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Dazu wurde Harits Last-Minute-Treffer zum 2:1-Sieg gegen Mainz von den Zuschauern der ARD-Sportschau auch zum „Tor des Monats September“ gewählt.

Dass sich der 22-Jährige damit beim FC Barcelona in Erinnerung gebracht hat, ist durchaus möglich: Nach Angaben der Zeitung Sport soll Barca den in Frankreich geborenen Marokkaner bereits im Blick haben, seitdem dieser beim FC Nantes den Sprung in den Profifußball schaffte. 2017 holte ihn dann aber Schalke, wo sein Vertrag noch bis 2021 läuft – Gespräche über eine Verlängerung sind bisher nicht bekannt.

Doch in dieser Woche ist ohnehin erstmal Derby, in das Harit optimistisch geht: „Natürlich, wir sind da.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben