U19-Halbfinale

Schalkes Elgert nach Derby-Pleite: „Bin stolz auf mein Team"

Sah "eine großartige Leistung" seiner Mannschaft: Schalkes U19-Trainer Norbert Elgert.

Sah "eine großartige Leistung" seiner Mannschaft: Schalkes U19-Trainer Norbert Elgert.

Foto: Getty Images

Dortmund.   Die A-Junioren des FC Schalke 04 haben das Halbfinal-Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft bei Borussia Dortmund mit 0:2 verloren. S04-Trainer Norbert Elgert lobte seine Mannschaft dennoch.

Endstation Halbfinale! Die U-19-Fußballer des FC Schalke 04 haben das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft verpasst. Nach dem 2:2 im Hinspiel verlor die Mannschaft von Trainer Norbert Elgert am Montagabend vor 6709 Zuschauern im Stadion Rote Erde mit 0:2 (0:1) bei Borussia Dortmund. Gegner und Gastgeber des BVB im Finale wird der VfB Stuttgart sein, der sich nach dem 0:0 im Hinspiel beim VfL Wolfsburg nach Elfmeterschießen durchgesetzt hat (1:1 nach 90 Minuten).

Norbert Elgert machte seiner Mannschaft, die sich deutlich besser als im Hinspiel präsentiert hatte, aber überhaupt keinen Vorwurf. „Ich bin sehr stolz auf mein Team“, sagte Schalker Trainer. „Ich formuliere das jetzt mal drastisch, wie im Kohlenpott: Wir sind aus der tiefsten Scheiße ganz nach oben gekommen. Ich stelle diese Westdeutsche Meisterschaft auf eine Stufe mit den drei Deutschen Meisterschaften.“ 2006, 2012 und 2015.

BVB-Torwart Lucien Hawryluk war auf dem Posten

Es dauerte etwas, bis die Schalker in diese Partie fanden – so, als hätten sie die an einigen Stellen falsch angegebene Anstoßzeit von 19 Uhr für wahr genommen. Nach dieser Viertelstunde aber wurde das Elgert-Team stärker und setzte mehr Akzente. Ein Tor wert gewesen wäre die 18-Meter-Direktabnahme von Ahmed Kutucu in der 25. Minute, doch BVB-Keeper Lucien Hawryluk war auf dem Posten. Der 19-Jährige spielte gemeinsam mit Levent Mercan hinter den Spitzen Umut Yildiz und René Biskup, der im Vergleich zum Hinspiel für Joselpho Barnes in die Startelf gerückt war.

Und auch in der 39. Minute war es Ahmed Kutucu, der Kurs zum 1:0 aufnahm. Nachdem Dortmunds Ramzi Ferjani den Ball gegen René Biskup noch glänzend behauptet hatte, verlor er diesen anschließend an den Schalker Profi, der das Spielgerät dann jedoch nicht so unter Kontrolle bekam, dass er gefährlich hätte abschließen können. „Da waren wir etwas zu hektisch“, sagte Norbert Elgert.

Elfmeter nach Foul von Schalkes Kapitän Görkem Can

Ein Tor fiel dennoch, allerdings auf der anderen Seite und zu diesem Zeitpunkt sehr überraschend. Schalkes Kapitän Görkem Can foulte BVB-Stürmer Paul-Philipp Besong so, dass Schiedsrichter Mitja Stegemann keine andere Chance hatte, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Tobias Raschl verwandelte den Strafstoß in der 43. Minute eiskalt zur Dortmunder 1:0-Halbzeitführung.

Nach der Pause veränderte sich eines nicht: Das Spiel war ein sehr, sehr intensives. Und deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass wiederum ein Foul Ausgangspunkt für ein Tor war. Levent Mercan konnte das Solo von Dortmunds Kapitän Patrick Osterhage nicht regelgerecht stoppen, und Enrique Pena Zauner zirkelte den Ball in der 58. Minute per 21-Meter-Freistoß klasse in die Schalker Maschen. 2:0 für den BVB. „Wir haben dem BVB einen Elfmeter und einen Freistoß geschenkt“, meinte Norbert Elgert.

Ahmed Kutucu für René Biskup im Angriff

Der Schalker reagierte. Er brachte Jimmy Kaparos für Umut Yildiz und schickte Ahmed Kutucu neben René Biskup in den Sturm. Kurze Zeit später wechselte der Schalker Trainer zwei weitere frische Kräfte ein, Joselpho Barnes und Mehmet-Can Aydin. Er sah auch, dass sich sein Team bemühte. „Die Jungs wollten, sie haben alles gegeben“, sagte er. Letztlich fehlten dem Westdeutschen Meister an diesem Abend die aber die Durchschlagskraft, um den Revierrivalen noch einmal in Bedrängnis zu bringen. Und als Ahmed Kutucu in der dritten Minute doch noch einen tollen Freistoß schoss, fand wieder in Lucien Hawryluk seinen Meister.

Das alles änderte aber nichts am Fazit Norbert Elgerts. „Das war eine unglaubliche Leistung, eine großartige Leistung heute“, lobte er. „Wir haben überragend verteidigt und hatten durch unser Gegenpressing auch großartige Ballgewinne.“ Nur Tore haben die Schalker nicht erzielt. „Das tut weh“, sagte Norbert Elgert. „Die Jungs heulen jetzt. Aber sie sind nach dieser Saison auch Sieger.“

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