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RWO-Torwarttrainer Can zu Gast beim FC Bayern München

Nurullah Can (Mitte) mit FCB-Torwarttrainer Toni Tapolovic (l.) und Co-Trainer Hermann Gerland.

Foto: privat

Nurullah Can (Mitte) mit FCB-Torwarttrainer Toni Tapolovic (l.) und Co-Trainer Hermann Gerland.

Oberhausen.   Nurullah „Nuri“ Can, Torwarttrainer des Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen, hospitierte bereits zum zweiten Mal beim FC Bayern München.

Nurullah „Nuri“ Can, Torwarttrainer des Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen, hospitierte bereits zum zweiten Mal beim FC Bayern München. Nachdem der 29-Jährige bereits im Juli 2017 Bayerns Torwarttrainer Toni Tapalovic über die Schultern schaute, war er nun erneut an der Säbener Straße. Mit der Funke-Mediengruppe sprach der RWO-Torwarttrainer über seine Erfahrungen.

Nuri Can, mit welchen Eindrücken kehren Sie aus München zurück?

Nuri Can: Das, was ich in der knappen Woche erlebt habe, ist einfach unbeschreiblich. Eigentlich muss man das wirklich erlebt haben, um es zu begreifen. Es ist einfach eine andere Welt. Beim FC Bayern ist alles perfekt. Die Organisation sucht ihresgleichen. Hier konzentriert man sich als Profi wirklich nur auf das Wesentliche: den Fußball. Wenn man einmal das alles gesehen hat, dann weiß man, wohin man will.

Wie hat sich Ihre Hospitanz zu der im Sommer unterschieden?

Can: Im Sommer war ich in den drei Tagen eher in der Beobachterrolle. Jetzt konnte ich aktiv mitwirken und habe mich schon als ein Teil des ganzen Teams gefühlt. Ob Peter Hermann oder Hermann Gerland, beide Co-Trainer haben sich hervorragend verhalten und mir ein gutes Gefühl gegeben. Wir haben sogar länger über Rot-Weiß Oberhausen gesprochen.

Waren denn beide gut über RWO informiert?

Can: Ja, sehr sogar. Das hat mich beeindruckt. Beide wussten, was in der Regionalliga West los ist und haben auch Mike Terranova dafür gelobt, dass er es in Oberhausen schafft, mit kleinen Mitteln gute Arbeit zu leisten. Es ist schön zu sehen und zu hören, dass solche Trainer aus dem Weltfußball sich noch für Rot-Weiß Oberhausen interessieren.

Wie unterscheidet sich das Torwart-Training beim FC Bayern von dem bei RWO?

Can: Der FC Bayern hat einfach die besten Voraussetzungen. Hier wird einem alles, aber wirklich alles abgenommen. Der Trainingsplatz ist perfekt. Überall sind an den Masten Überwachungskameras installiert, so dass Torwarttrainer Toni Tapalovic jede einzelne Bewegung auf Video sehen kann. Hier wird nichts dem Zufall überlassen, alles ist perfektioniert.

Können Sie auch einiges, was Sie beobachten konnten, auch auf Ihre Arbeit bei RWO übertragen?

Can: Ja, klar. Ich habe sehr viele Ideen mitgebracht. Aber nicht alle sind umsetzbar, weil es einfach an den Bedingungen fehlt. Aber irgendwo muss es ja auch einen Unterschied zwischen einem Regionalligisten und dem FC Bayern München geben (lacht).

Haben Sie eigentlich Ihren Kumpel Manuel Neuer vermisst?

Can: Es war schade, dass er nicht da war. Die Abende im Sommer bei ihm zu Hause waren schön. Wir haben viel geredet und gelacht. Jetzt war ich in einem Hotel untergebracht. Aber ich wusste ja, was er plant. Er soll jetzt weiter an seiner Reha arbeiten.

Wird Manuel Neuer bei der WM 2018 das DFB-Tor hüten?

Can: Davon bin ich felsenfest überzeugt! Manu ist verrückt, er arbeitet Tag und Nacht für sein Comeback. Als in der Weihnachtszeit alle mit ihren Familien entspannt und gefeiert haben, hat Manu zweimal täglich an der Säbener Straße für sein Comeback geschuftet. Er hat ein großes Ziel und das ist die WM. Er wird im Tor stehen und Deutschland mit Glanzparaden begeistern.

Neuer ist bei den Bayern gelandet, Leon Goretzka wird ihm im Sommer folgen. Sie sind auch ein Schalker Junge. Hand aufs Herz: Welches Angebot als Torwarttrainer würden Sie denn annehmen: Das der Bayern und das der Schalker?

Can(lacht): Beide. Aber noch bin ich nicht in dieser Situation. Wenn es so weit sein sollte, dann könnte ich schon ins Grübeln kommen.

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