Regionalliga

RWO bleibt mit Sieg bei Kaan-Marienborn im Aufstiegsrennen

Mit RWO auf Rang zwei der Regionalliga: Trainer Mike Terranova.

Mit RWO auf Rang zwei der Regionalliga: Trainer Mike Terranova.

Foto: imago

Siegen.  Rot-Weiß Oberhausen hat beim 1. FC Kaan-Marienborn 4:3 gewonnen. Der Tabellenzweite liegt weiter drei Punkte hinter Spitzenreiter Viktoria Köln.

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Nach einer Achterbahnfahrt im Siegerland bleibt RWO im Aufstiegsrennen der Fußball-Regionalliga. Die Oberhausener behielten beim abstiegsbedrohten Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn mit 4:3 (2:2) die Oberhand und bleiben somit an Spitzenreiter Viktoria Köln dran.

RWO-Trainer Mike Terranova hatte drei Veränderungen in der Startelf gegenüber dem Last-Minute-Erfolg gegen Wuppertal vorgenommen. Cihan Özkara im Angriff sowie Tim Hermes und Maik Odenthal auf der linken Seite bekamen den Vorzug vor Mike Jordan, Dario Schumacher und Francis Ubabuike.

Steinmetz erzielt RWO-Führung

Bei zwei Grad und leichtem Schneenieselregen im Leimbachstadion begann die Partie mit einer Schrecksekunde für die Gäste. Kai Nakowitsch musste nach Fehlpass von Yassin Ben Balla im eigenen Sechzehner zur Ecke klären (1.). Auf der anderen Seite verfehlte Christian März bei seinem Versuch aus 17 Metern das Tor nur um Zentimeter (12.). Noch besser zielte Raphael Steinmetz, aus 22 Metern nagelte der Angreifer die Kugel zum 1:0 sehenswert unter der Querlatte (18.).

Phillip Gödde hätte erhöhen können, verpasste jedoch die Chance zum Heber und scheiterte an Keeper Jonas Brammen (25.). Doch die anschließende Ecke nutzte Özkara aus dem Getümmel heraus zum 2:0.

Dieser Zwischenstand hatte sich nicht unbedingt angedeutet, spielerisch waren die Platzherren in der Anfangsphase mindestens gleichwertig. Eingeladen wurden sie dann von der RWO-Defensive zum Anschlusstreffer, Burak Gencal vollstreckte nach finalem Löhden-Patzer zum 1:2 (32.). Ähnlich schlecht verteidigt war die Ecke, die erneut Gencal zum 2:2-Ausgleich nutzte (37.). Auch hier sah Kapitän Jannik Löhden beim entscheidenden Kopfballduell nicht gut aus.

Steinmetz hatte die perfekte Antwort für die Kleeblätter auf dem Fuß, doch sein Heber landete auf dem Kasten (38.). Den Kopfball von Gödde klärten die Hausherren kurz vor der Linie (40.).

Beide Abwehrreihen trugen ihrem Namen kaum Rechnung, ließen den jeweiligen Gegenspielern im Strafraum viel zu viel Platz. Hinzu kamen zahlreiche Fehlpässe, die zusammen mit den völlig unnötigen Gegentoren den Top-Start der Gäste bereits zur Pause vergessen ließen.

Jordan ersetzt Nakowitsch

Verletzungsbedingt blieb Kai Nakowitsch in der Kabine, für seinen Platz in der Innenverteidigung kam Mike Jordan. Nichts änderte sich dagegen an den haarsträubenden Fehlern der Kleeblatt-Defensive, die knapp über dem Gefrierpunkt anscheinend schon auf Sommerreifen unterwegswar. Nach einem März-Patzer rettete Daniel Davari noch in höchster Not (51.), doch beim Schuss von Lo Iacono war der RWO-Schlussmann einmal mehr ohne Chance – 3:2 (52.).

Ähnlich unverständlich waren die Angriffsbemühungen der Oberhausener. Quer oder sogar wieder zurück lautete das Motto auch aus aussichtsreichen Positionen im Sechzehner. Dabei demonstrierten die Gastgeber unter Druck häufiger, warum sie auf einem Abstiegsplatz rangieren.

Ändern sollte den zögerlichen Abschluss Tarik Kurt, der für Dominik Reinert kam (69.). Und er tat es: Nach der drei (!) Querpässen vor dem gegnerischen Kasten hielt der Angreifer den Fuß rein – 3:3 (75.).

Die Oberhausener drängten im Schneeregen auf die erneute Wende in der Partie. Der Flugkopfball von Gödde verfehlte nur knapp sein Ziel (79.). Die Zeit lief den Gästen davon, doch sie behielten die Nerven. Den Schuss von Löhden ließ Brammen nach vorne abprallen, erneut Kurt staubte zum 4:3-Siegtreffer ab (88.).

RWO: Davari, Hermes, Nakowitsch (46. Jordan), Löhden, Reinert (69. Kurt), Odenthal, Ben Balla, März, Steinmetz, Özkara (64. Schumacher), Gödde

Tore: 0:1 Steinmetz (18.), 0:2 Özkara (26.), 1:2, 2:2 Gencal (32./37.), 3:2 Lo Iacono (52.), 3:3, 3:4 Kurt (75./88.)

Gelbe Karten: Scheld - Schumacher

Schiedsrichter: David-Markus Koj (Heinsberg)

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