Regionalliga

Vor Derby in Essen: RWE und RWO wieder voll im Rennen

Einmarsch der Teams in Oberhausen: Das Hinspiel gewann RWE gegen RWO klar mit 3:0.

Einmarsch der Teams in Oberhausen: Das Hinspiel gewann RWE gegen RWO klar mit 3:0.

Foto: Thorsten Tillmann / FFS

Essen.  Rot-Weiss Essen empfängt am Sonntag Rot-Weiß Oberhausen zum Regionalliga-Duell. Der SV Rödinghausen erhöht die Bedeutung dieses Spiels.

Schon drei Tage vor dem Regionalliga-West-Derby am Sonntag (14 Uhr, Live-Ticker) zwischen Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen herrscht große Freude in beiden Lagern – zumindest bei den Fans, die Verantwortlichen geben sich professionell.

Der Grund der Freude: Spitzenreiter SV Rödinghausen hat am Donnerstagnachmittag verkündet, dass der Verein auf den möglichen Aufstieg verzichten wird. „Wir haben die Anforderungen des DFB bis ins letzte Detail geprüft, gerechnet, diskutiert und sind zum Entschluss gekommen: Wir werden die Lizenz für Liga drei nicht beantragen“, erklärt Rödinghausens Geschäftsführer Alexander Müller.

Dreikampf um den Aufstieg in die 3. Liga

Heißt: Der Tabellenführer, der zwölf Punkte vor RWE und neun Punkte vor RWO liegt, ist aus dem Rennen. Und Paragraf 16 des Statuts für die Regionalliga West besagt: „Liegt eine verbandsinterne endgültige Entscheidung vor, aus der sich die Nichterfüllung einer Zulassungsvoraussetzung ergibt, oder bewirbt sich der sportlich qualifizierte Meister nicht für die 3. Liga der folgenden Spielzeit, so geht das Aufstiegsrecht nacheinander auf die beiden nächstplatzierten Vereine der Regionalliga West über.“

Somit kämpfen der SC Verl (19 Spiele, 46 Punkte), Rot-Weiß Oberhausen (20, 44) und Rot-Weiss Essen (20,41) um den Aufstieg in die 3. Liga – alle drei Klubs erklärten dieser Redaktion, dass sie fristgerecht bis zum 2. März die Lizenz-Unterlagen beim DFB einreichen werden. Der West-Meister muss noch gegen den Regionalliga-Nordost-Titelträger in die Relegation.

RWE-Vorsitzender Marcus Uhlig (48) lässt sich von dem Drittliga-Verzicht der Rödinghauser nicht beeindrucken. Er hofft nur, dass der Wettbewerb fair bleibt. RWE hat bereits zweimal gegen Rödinghausen gespielt. RWO und Verl werden in der Rückrunde noch auf den SVR treffen. „Bei uns herrscht große Trauer, aber auch Empörung. Wir haben alles gegeben, immer hundert Prozent. Ich weiß nicht, ob das jetzt noch geht“, sagt Rödinghausens Kapitän Daniel Flottmann (35).

RWE - RWO: Derby vor rund 14.500 Fans

Am Sonntag wird das Essener Stadion in Derby-Stimmung sein. Gut 12.000 Essener und rund 2500 Oberhausener werden ihre Teams unterstützen. „Man merkt, dass die Menschen in der Stadt und im Umfeld richtig Lust auf dieses Spiel haben“, sagt Uhlig. Auch in Oberhausen freut man sich auf den Nachbarschaftsvergleich an der Hafenstraße. „Erst einmal muss ich sagen: Glückwunsch an den SV Rödinghausen. Es scheint im Fußball doch noch so etwas wie Vernunft und Verstand zu geben“, sagt RWO-Präsident Hajo Sommers (61) und ergänzt: „Vor dem RWE-Spiel kribbelt es schon etwas mehr. Ich weiß nicht, was Essen macht. Aber unser Trainer Mike Terranova wird sicher bis zur 90. Minute auf den Sieg gehen.“

Das wird auch Essens Trainer Christian Titz tun. Spätestens nach der Nachricht vom Donnerstag aus Rödinghausen dürfte RWE wieder hoffnungsvoll sein, was den Drittliga-Traum angeht. Dieser kann aber nur weiterleben, wenn Essen am Sonntag Oberhausen besiegt.

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