Europa League

Protest gegen Polizeikontrolle: Keine Choreo in Frankfurt

Schon weit vor dem Anpfiff sagten die Fans von Eintracht Frankfurt ihre geplante Choreographie ab.

Schon weit vor dem Anpfiff sagten die Fans von Eintracht Frankfurt ihre geplante Choreographie ab.

Foto: Getty Images

Franbkfurt.  Ärger vor dem Europa-League-Spiel zwischen Frankfurt und Donezk. Die Fans der Eintracht verzichten auf ihre geplante Choreographie.

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Aus Protest gegen ausführliche Kontrollen im Vorfeld des Europa-League-Spiels gegen Schachtjor Donezk (18.55 Uhr/Nitro) verzichten die Fans des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt am Donnerstag auf ihre geplante Choreographie. Das teilte Vorstandsmitglied Axel Hellmann kurz vor Anpfiff mit.

"Die Vorfreude auf ein Fußballfest ohne Pyrotechnik hat sich nun ein bisschen verflüchtigt. Ich bin ob der Entwicklungen angefasst", sagte Hellmann.

Hintergrund war ein Video von Eintracht-Präsident Fischer

Hintergrund für die von der Polizei veranlassten Durchsuchungen in der WM-Arena war ein Video von Vereinspräsident Peter Fischer am Vortag, an dem er sagte, das Stadion müsse brennen. "Ich kann es nicht nachvollziehen, dass die Polizei aufgrund eines emotionalen Videos so etwas veranlasst. Das war natürlich kein Aufruf für Gewalt oder das Abbrennen von Pyrotechnik", sagte Hellmann. Bei der Durchsuchung, die sich nicht gegen Personen richtete sondern ausschließlich im Stadion stattfand, war laut Hellmann keine Pyrotechnik gefunden worden.

Weil die Anhänger der Eintracht ihre Choreographie allerdings penibel geplant hatten und den zeitlichen Ablauf wegen der Durchsuchungen durcheinander gewirbelt sahen, entschieden sie sich, komplett darauf zu verzichten.

Polizei beschlagnahmt beleidigendes Banner

Vor dem Spiel hatte die Polizei zudem ein Fan-Banner beschlagnahmt, auf dem Hessens Innenminister Peter Beuth beleidigt worden sein soll. Als die Einsatzkräfte das im Stadioninnenraum ausgelegte Banner einziehen wollten, sei es zu Rangeleien mit Fans gekommen, teilte die Polizei in der Nacht auf Freitag mit. Verletzt wurde demnach niemand. Was genau auf dem Banner stand, wurde zunächst nicht bekannt. (sid/dpa)

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