MSV Duisburg

Stadtauswahl stellt sich am Sonntag dem MSV Duisburg

Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Graf vom gastgebenden VfB Homberg, Fachschaftsleiter Peter Thomas, Auswahltrainer Julien Schneider, MSV-Spieler Lukas Boeder, SSB-Vorsitzender Rainer Bischoff und MSV-Spieler Tim Albutat (von links) freuen sich auf das Duisburg-Spiel.

Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Graf vom gastgebenden VfB Homberg, Fachschaftsleiter Peter Thomas, Auswahltrainer Julien Schneider, MSV-Spieler Lukas Boeder, SSB-Vorsitzender Rainer Bischoff und MSV-Spieler Tim Albutat (von links) freuen sich auf das Duisburg-Spiel.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.   Am Sonntag trifft zum dritten Mal eine Stadtauswahl auf den MSV. Nach enttäuschenden 624 Fans in Hamborn vor einem Jahr muss eine Steigerung her.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Amateurfußball braucht wieder positive Schlagzeilen. Das betont Rainer Bischoff deutlich. „Ich wohne nur einen Kilometer vom Platz des TuS Asterlagen entfernt. So etwas darf einfach nicht passieren“, ist der Vorsitzende des Stadtsportbundes Duisburg immer noch entsetzt von den Jagdszenen auf die Unparteiischen, die zu einem Spielabbruch in der Kreisliga-Relegation führten. „Wir wollen aber nach vorne schauen“, sagte Bischoff trotzig und meint damit das „Duisburg-Spiel“, das am Sonntag (15 Uhr, PCC-Stadion) in Homberg stattfinden wird.

Und Bischoff wurde noch einmal deutlich: „Wir brauchen unbedingt mehr Zuschauer, sonst macht dieses Format keinen Sinn.“ Vor einem Jahr kamen in Hamborn nur 624 Zuschauer, nachdem bei der Premiere im Jahr 2017 immerhin 1467 Fans die Partie in Wanheimerort auf der Anlage des DSV 1900 verfolgt hatten. An dieser Zahl orientiert sich nun auch der SSB, wenn es um die Frage geht, wann man zufrieden sei. „Bei 1500 Zuschauern“, sagt Peter Thomas, der Leiter der SSB-Fachschaft Fußball. Bischoff: „Wir hatten uns damals darauf geeignet, nach drei Jahren noch einmal mit dem MSV über dieses Spiel zu sprechen. Wer das Duisburg-Spiel weiterhin sehen möchte, sollte am Sonntag also nach Homberg kommen.“

Ganz aus der Nähe

Klar ist: So nah wie vor einem Jahr in Hamborn, vor wenigen Tagen beim Testspiel am Honnenpfad beim SV Wanheim 1900 sowie nun in Homberg beim Spiel gegen die Amateur-Stadtauswahl kommen die Fans ihren Zebras nur selten. Und auch das Format bringt einiges an Charme mit, tritt doch ein Team aus den Duisburger Mannschaften an, die von der Oberliga bis zur Bezirksliga in der vergangenen Saison aktiv waren. Bislang wurden die Spieler durch ein Online-Votum der Leser dieser Zeitung gewählt. Weil aber der Urlaub oft einen Strich durch die Rechnung machte, wurde das Team nun bestimmt. Das Trainergespann wurde aber weiterhin öffentlich gewählt: Die Glücklichen sind Julien Schneider vom Duisburger SV 1900 und Harald Schüffeln von Meiderich 06/95. „Da ich vorher in Düsseldorf tätig war, ist dies das erste Jahr, in dem ich in meiner Heimatstadt gewählt werden konnte. Das macht mich sehr stolz“, sagt Schneider. Der 26-Jährige hatte sein Team zuletzt mit einer bärenstarken Rückrunde souverän zum Klassenerhalt in der Landesliga geführt.

Ein gemeinsames Training der Duisburger Stadtauswahl wird es nicht geben. „Es werden auch einige Spieler auf ungewohnten Positionen zum Einsatz kommen müssen. Aber der Spaß an diesem Event soll im Vordergrund stehen. Jeder kommt zum Einsatz – auch die drei Torhüter, die wir nach jeweils 30 Minuten wechseln werden“, so Schneider.

MSV tat sich vor einem Jahr schwer

Tim Albutat spielt seit 2014 beim MSV, kennt das Duisburg-Spiel also aus eigener Erfahrung. „Da sind immer Jungs, die sehr gut kicken können“, erklärt der Mittelfeldspieler. „Vor einem Jahr haben wir uns eine Halbzeit lang sehr schwer getan, ehe doch noch einige Tore fielen.“ Kurios: Sowohl 2017 als auch 2018 setzte sich der MSV jeweils mit 6:1 gegen die Stadtauswahl durch. MSV-Neuzugang Lukas Boeder freut sich auf das zweite Spiel in Duisburg: „Ein Spiel gegen eine Auswahlmannschaft kenne ich aus Paderborn nicht. Das ist eine gute Sache. Uns gibt es die Möglichkeit, dass sich die Spieler untereinander, aber auch Spieler und Fans kennenlernen.“

Der Eintritt kostet acht Euro; ermäßigt sowie für Besitzer der Stadtwerke-Kundenkarte vier Euro. Tickets gibt es beim Stadtsportbund (Bertaallee 8b), in den Zebra-Shops, täglich ab 17 Uhr in der Vereinsgaststätte des VfB Homberg und online bei Rheinruhrticket.de.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben