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MSV-Trainer Gruev muss noch harte Entscheidungen treffen

Wie wird sich Ilia Gruev entscheiden? Torwart Mark Flekken (links) ist gesetzt,sein Lächeln ist berechtigt. Auch Kingsley Onuegbu hat gute Karten.

Foto: Funke Foto Services

Wie wird sich Ilia Gruev entscheiden? Torwart Mark Flekken (links) ist gesetzt,sein Lächeln ist berechtigt. Auch Kingsley Onuegbu hat gute Karten. Foto: Funke Foto Services

Duisburg.   Vor dem Saisonstart am Freitag sind einige Positionen beim MSV Duisburg bereits besetzt. Aber Trainer Ilia Gruev hat auch die Qual der Wahl.

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Die Testspielserie ist abgeschlossen, am Freitag wird es für die Drittliga-Fußballer des MSV Duisburg ernst. Mit dem Heimspiel gegen Mitabsteiger SC Paderborn 07 (20.30 Uhr) starten die Zebras in die neue Saison. Bis dahin muss Trainer Ilia Gruev noch einige harte Entscheidungen treffen. Einige Startplätze sind vergeben, auf einigen Positionen ist das Rennen noch offen.

Tor: Hier ist die Entscheidung gefallen. Der Niederländer Mark Flekken ist die neue Nummer eins. Daniel Zeaiter wird auf der Bank sitzen. Marcel Lenz bleibt nur der Platz auf der Tribüne.

Nico Klotz überrascht

Abwehr: Die Viererkette hat bereits feste Konturen angenommen. Durch den langfristigen Ausfall von Dan-Patrick Poggenberg, der am Montag am Knöchel operiert wurde, wird Kevin Wolze in den ersten Spielen auf der linken Außenbahn verteidigen. Die Innenverteidigung gilt mit den Routiniers Branimir Bajic und Enis Hajri (33) als gesetzt. Als Backup hat der Ex-Ingolstädter Thomas Blomeyer nach einer überzeugenden Vorbereitung gute Karten.

Eine Überraschung deutet sich auf der rechten Verteidiger-Position an. Hier liegt Nico Klotz derzeit vor Neuzugang Fabio Leutenecker. Klotz spielte in der Vergangenheit bereits mehrfach in der Abwehr, doch war dies jeweils aus der Not heraus geboren. Ilia Gruev sieht Parallelen zu einem ehemaligen MSV-Spieler, der ebenfalls aus dem Mittelfeld in die Defensive rückte: „Klotzi ist der neue Brosinski.“

Mittelfeld: Ilia Gruev will in der neuen Saison mit einem Pressing den Gegner in die Knie zwingen. Der 46-Jährige wird variieren, mit verschiedenen Systemen spielen; mit vier Mittelfeldspielern und zwei Stürmern und als Alternative mit fünf Leuten im Mittelfeld und mit einer Spitze. Gegen Paderborn dürfte es auf die 4-4-2-Variante hinauslaufen.

Auf der Doppel-Sechs ist Rückkehrer Fabian Schnellhardt gesetzt. Für die zweite Position gibt es drei Alternativen: Baris Özbek, Tim Albutat und Martin Dausch. Vieles spricht für den giftigen Özbek. Aber Gruev wird kaum auf den zuletzt starken Dausch verzichten wollen. Sofern der 30-Jährige seinen grippalen Infekt rechtzeitig auskuriert, wäre er auf dem linken Flügel vorstellbar.

Tugrul Erat drängt sich auf

Auf den Außenbahnen lieferten in den letzten Wochen allerdings gleich zwei Spieler hervorragende Bewerbungsunterlagen ab. Neuzugang Tugrul Erat gehört zu den Gewinnern der Vorbereitung, er dürfte seinen Startplatz sicher haben. Und Andreas Wiegel dürfte seinem Trainer die Entscheidung nicht leicht machen – vor allem, weil er das Pressing beherrscht. Auch Zlatko Janjic hat seinen Hut für einen Platz in der Startelf in den Ring geworfen. Nach einem schwachen Zweitliga-Jahr überraschte Janjic mit einer starken Vorbereitung. Und mit Thomas Bröker steht ein weiterer Kandidat in der Warteschleife.

Sturm: Thomas Bröker ist auch eine Alternative für den Angriff. In der Offensive ist Kingsley Onuegbu weiterhin die schillernde Figur – wahrscheinlich ist eine Rolle als Rotationsstürmer. Das Heimspiel gegen Paderborn dürfte ihm sicher sein – auswärts kann es schon wieder anders aussehen.

Vorausgesetzt Simon Brandstetter ist nach seinem Magen-Darm-Virus wieder bei 100 Prozent, ist er der Favorit für die zweite Stürmerposition im 4-4-2-System. Aber Stanislav Iljutcenko sitzt ihm nach einer guten Vorbereitung im Nacken.

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