MSV-Kommentar

MSV sollte auf der Innenverteidiger-Position nachlegen

Trainer Torsten Lieberknecht vom MSV Duisburg.

Trainer Torsten Lieberknecht vom MSV Duisburg.

Foto: firo

Duisburg.  Bislang konnte der MSV Duisburg seine personellen Ausfälle in der Abwehr immer wieder kompensieren. Doch bleibt das so? Ein Kommentar.

Der Schaden hält sich beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg nach der ersten Niederlage beim Halleschen FC in Anschluss an fünf Siegen in Folge in Grenzen. Auch die Konkurrenz ließ Federn. Ingolstadt kam gegen Meppen nicht über ein Remis hinaus, Unterhaching kassierte eine Heimniederlage gegen 1860 München. Der MSV kann am kommenden Sonntag, sofern der Hallesche FC am Vortag in Kaiserslautern nicht gewinnt, mit einem Sieg gegen die U 23 des FC Bayern München bereits am vorletzten Hinrunden-Spieltag die Herbstmeisterschaft feiern. Wer mochte damit im Juni rechnen?

MSV Duisburg bestand in Halle einen Charaktertest

Trotz der 0:1-Niederlage bestand der MSV in Halle einen Charaktertest. Es ist mittlerweile schon abenteuerlich, wie Trainer Torsten Lieberknecht im Zuge der personellen Ausfälle immer wieder Umstellungen vornehmen muss. Die Notabwehr machte in Halle einen Riesenjob. Und es macht Hoffnung, wie Youngster Vincent Gembalies immer mehr seine Rolle in der Innenverteidigung ausfüllt.

Trotzdem: Jedes Abenteuer birgt die Gefahr, dass es früher oder später zu brenzlig wird. Bislang konnte der MSV seine personellen Ausfälle in der Innenverteidigung immer wieder kompensieren. Es wäre aber fahrlässig, sich darauf zu verlassen, dass sich das Team immer wieder im Notfall-Modus retten kann. Wann Sebastian Neumann nach seiner Verletzung zurückkehren wird, ist weiter ungewiss. Marvin Compper erleidet mit seiner Wade immer wieder Rückschläge. Zudem darf nicht vergessen werden, dass Lukas Boeder ohnehin schon seit Saisonstart die Notbesetzung im Abwehrzentrum ist.

MSV wird das Saisonziel nach oben korrigieren

Der MSV sollte die winterliche Transferfrist nutzen, um auf der Innenverteidiger-Position nachzulegen. Die bislang überragende Hinrunden-Bilanz bringt noch einen anderen Aspekt ins Spiel. Der MSV Duisburg wird nicht umhin kommen, das ursprüngliche Saisonziel „Wir wollen oben mitspielen“ nach oben zu korrigieren.

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