DFB-Pokal

MSV Duisburg geht mit breiter Brust ins DFB-Pokalspiel

„Chapeau!“ Routinier Marvin Compper lobte nach dem Sieg in Braunschweig seine Kollegen.

„Chapeau!“ Routinier Marvin Compper lobte nach dem Sieg in Braunschweig seine Kollegen.

Foto: Thomas F. Starke / Getty Images

Duisburg.  Der MSV Duisburg bereitet sich auf das Pokalspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth vor. Ein weiterer Spieler fällt verletzungsbedingt aus.

Den Alltag können die Drittliga-Fußballer des MSV Duisburg in dieser Woche ausblenden. Am Sonntag geht es nicht um Punkte. Zweitligist SpVgg Greuther Fürth schlägt um 18.30 Uhr zum Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal an der Wedau auf. Abwehrchef Marvin Compper freut sich auf das Kräftemessen mit dem Kleeblatt: „Das wird interessant. Wir werden alles geben, um Fürth zu ärgern.“

Die Zebras gehen mit breiter Brust in das Pokalspiel gegen die Franken. Mit drei Siegen und einer Niederlage hat das Team von Trainer Torsten Lieberknecht einen Ligastart hingelegt, der über den Erwartungen liegt. Nach dem großen Umbruch in der Sommerpause waren in der Wundertüte viele positive Überraschungen versteckt.

Dominante Spielweise

Die Mannschaft hat in den ersten vier Spielen nicht nur gezeigt, dass sie konkurrenzfähig ist. In drei Partien – gegen Großaspach, gegen Münster und in Braunschweig – hat sie den Gegner dominiert. In Ingolstadt wäre beim entsprechenden Elfmeter-Pfiff des Schiedsrichters ein Remis möglich gewesen.

„Ich bin sehr stolz auf unsere Leistung. Chapeau“, sagt Marvin Compper. Der 34-Jährige warnt allerdings davor, zu euphorisch zu sein. Erst nach zehn Spieltagen, so der Abwehrchef, sei ein realistischer Blick auf die Dinge möglich.

In Braunschweig konnte es sich der MSV sogar erlauben, den zuvor stark aufspielenden Lukas Daschner auf der Bank zu lassen. Ein Qualitätsverlust war nicht erkennbar, die Mannschaft konnte die Umstellung kompensieren. Daschner hatte, so der MSV, auf einen Startplatz verzichtet, weil er nach den drei intensiven Spielen zuvor muskulär bedingt nicht bei 100 Prozent gewesen sei.

Karweina verletzt

Mittlerweile ist der 20-Jährige wieder bei Kräften. Bei der – allerdings peinlichen – 2:4-Testspiel-Niederlage gegen den Oberligisten ASC 09 Dortmund am Dienstag – war Daschner 69 Minuten dabei und verdiente sich dabei mit einem Distanzschuss einen Assist.

90 Minuten dabei war Arnold Budimbu, der nun einen zweiten Anlauf nimmt, um beim MSV anzukommen. Der Neuzugang, der vom TSV Steinbach Haiger kam, hatte sich beim ersten Testspiel bei Wanheim 1900 im Juni eine Knöchelverletzung zugezogen. Nach mehreren Rückschlägen während der Vorbereitung scheint der Flügelspieler auf einem guten Weg. Auch der neuste Neuzugang, Florian Brügmann, der gegen den ASC Dortmund debütierte, will in den nächsten Tagen und Wochen den Anschluss ans Team schaffen.

Vorerst außer Gefecht ist Sinan Karweina, der sich im Testspiel am Sprunggelenk verletzte. Der Offensivspieler fällt für das Pokalspiel gegen Fürth und wahrscheinlich auch für das nächste Ligaspiel gegen den FSV Zwickau (Samstag, 17. August) aus.

Stürmer Petar Sliskovic, der seit dem Braunschweig-Spiel mit muskulären Problemen befasst ist, nahm am Mittwoch nicht am Mannschaftstraining teil und arbeitete individuell.

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