Einzelkritik

MSV-Abwehr fällt auseinander bei Heimdebakel gegen Kiel

Kingsley Schindler im Duell mit Dustin Bomheuer.

Kingsley Schindler im Duell mit Dustin Bomheuer.

Foto: Getty-Images

Duisburg  Was für ein Heimdebakel: Gegen offensiv starke Kieler zeigte die MSV-Abwehr beim 0:4 (0:0) ungewohnt viele Schwächen. Die Einzelkritik.

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Daniel Mesenhöler (3): 415 Minuten blieb der Neuzugang von Union Berlin ohne Gegentor. Bei allen vier Kieler Treffern war der Keeper allerdings mehr als chancenlos.

Kevin Wolze (5): Verpasste nach 14 Minuten mit einem schnittigen Distanzschuss von halb links nur knapp das 1:0. Wie man ihn kennt konnte der Kapitän oft auch offensive Akzente setzen. Defensiv ließ sein Auftritt aber über weite Strecken zu wünschen übrig.

Gerrit Nauber (5): Der Innenverteidiger zeigte im Gegensatz zu den letzten Wochen große Defizite. Die sonst so sattelfeste Duisburger Abwehr wirkte vor allem in Durchgang zwei sehr löchrig und instabil. Nauber kam zu oft einen Schritt zu spät.

Dustin Bomheuer (5): Der ehemalige Düsseldorfer hatte sich gemeinsam mit Nauber zu einem echten Abwehrbollwerk entwickelt. Doch auch Bomheuer hatte mit dem starken und schnellen Kombinationsspiel der Norddeutschen durchaus seine Schwierigkeiten. Wurde nach 67 Minuten ausgewechselt.

Enis Hajri (4-): Da sich sein Trainer für eine defensivere Ausrichtung entschied, rückte der Rechtsverteidiger für den verletzten Stürmer Borys Tashchy ins Team. Nach drei Kurzeinsätzen war es für Hajri das erste Spiel von Anfang an, ein gutes war es aber sicher nicht.

Lukas Fröde (3-): Der Sechser der Zebras zeigte ein unauffälliges Spiel, gewann aber im Zentrum anfangs viele wichtige Zweikämpfe, die dem Duisburger Umschaltspiel in der ersten halben Stunde zu Gute kamen.

Andreas Wiegel (4+): Duisburgs Nummer sieben rutschte eine Position weiter nach vorne, so konnte der etatmäßige Rechtsverteidiger zwar nach vorne agieren, bei der Entstehung des 0:1 sah der Außenspieler allerdings nicht gut aus.

Fabian Schnellhardt (4): Der Duisburger Dauerbrenner stand bisher bei jedem Pflichtspiel der Zebras auf dem Platz. Gegen Kiel war es einer der unauffälligsten Auftritte des ehemaligen Kölners.Für ihn war nach 76 Minuten Schluss.

Ahmet Engin (3+): Einer der Gewinner des Trainerwechsels. Spätestens nach seinem Siegtreffer in Bielefeld steht das Eigengewächs für den Duisburger Aufschwung unter Lieberknecht. Der 22-Jährige agierte immer wieder mit enorm viel Tempo nach vorne. In Halbzeit zwei war nicht mehr viel von ihm zu sehen.

Moritz Stoppelkamp (4): Der ehemalige Bundesligaspieler arbeitete in der ersten halben Stunde viel über die Außen und schlug gefährliche Flanken von beiden Seiten. Nach 61 Minuten musste der Offensivmann für den wiedergenesenen Cauly Oliveira Souza weichen.

John Verhoek (4): Im Gegensatz zum Pokal bleibt der Niederländer in bisher elf Zweitligaspielen für den MSV weiter ohne Tor. Der Stürmer erhielt den Vorzug vor Stanislav Iljutcenko. Er fiel allerhöchstens durch einen ungefährlichen Fallrückzieher unmittelbar vor dem 0:1 auf.

Cauly Oliveira Souza (ohne Note): Gab nach überstandenem Muskelfaserriss sein Comback. Betrat in der 61. Minute für Moritz Stoppelkamp das Feld, konnte sich aber nicht mehr wirklich einbringen.

Richard Sukuta-Pasu (ohne Note): Kam für Dustin Bomheuer in die Partie und sollte nach 67 Minuten beim Stand von 0:2 für mehr Torgefahr sorgen – ohne Erfolg.

Stanislav Iljutcenko (ohne Note): Erst 14 Minuten vor Ende durfte der Stürmer auf den Rasen. Ähnlich wie Sukuta-Pasu konnte Iljutcenko keine Akzente mehr setzen.

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