MSV Duisburg

Mohnhaupt geht! Im Vorstand des MSV Duisburg rumort es

Geschäftsführer Peter Mohnhaupt geht beim MSV Duisburg von Bord.

Geschäftsführer Peter Mohnhaupt geht beim MSV Duisburg von Bord.

Foto: firo Sportphoto

Duisburg.   Geschäftsführer Peter Mohnhaupt verlässt den MSV Duisburg. Die Zebras verlieren ihren Chefsanierer. Auch im Vorstand des Vereins rumort es.

MSV-Präsident Ingo Wald merkte am Sonntag an, dass die Dinge beim Fußball-Drittligisten MSV Duisburg „derzeit noch holprig“ seien. Vermutlich hat der 61-Jährige untertrieben. In der Führungsriege bebte es offenbar zuletzt. Am Mittwoch teilte der MSV überraschend mit, dass Geschäftsführer Peter Mohnhaupt den Klub zum Monatsende verlässt – auf eigenem Wunsch, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Die Planung war eine andere gewesen. Mohnhaupt trat sein Amt beim MSV im April 2014 an. Die wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins geht zu einem sehr großen Teil auf die Arbeit des 43-Jährigen zurück. Dem MSV geht es viel besser als vor fünf Jahren, gesund sind die Zebras aber noch nicht. Mit Mohnhaupt verliert der MSV nun seinen Chefsanierer. Eine wichtige Stütze bricht weg.

Der MSV zitiert seinen scheidenden Funktionär: „Nach fünf äußerst intensiven, aber auch ebenso spannenden Jahren ist es für mich an der Zeit, neue Perspektiven auszuloten.” Daraus lässt sich lesen: Mohnhaupt geht von Bord, ohne bereits einen neuen Job zu haben. Zudem teilte der MSV mit, dass Dirk Broska, Geschäftsführer der Stadionprojekt-Gesellschaft, den Posten interimsweise übernimmt. Gespräche mit potenziellen Nachfolgern sollen bereits laufen.

„Absolut loyale Persönlichkeit“

Präsident Ingo Wald wird am besten wissen, was der Verein nun verliert: „Mit ihm wird uns eine absolut loyale Persönlichkeit fehlen, die immer unaufgeregt und nie sich in den Vordergrund drängend zum Überleben des MSV beigetragen hat.“

Auch innerhalb des Vereinsvorstandes rumort es. So fehlte beispielsweise in der vergangenen Woche Klubikone Bernard Dietz als einziges Vorstandsmitglied beim ersten Training. Der 71-Jährige weilte zu Hause in Drensteinfurt. Gegenüber der Redaktion sagte der stellvertretende Vorsitzende: „Mir hat keiner gesagt, dass wir alle da sein sollen.“

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