Lizenz

Die letzten Meter bis zur Lizenz für den MSV Duisburg

In ständigem Kontakt mit dem DFB. MSV-Geschäftsführer Peter Mohnhaupt arbeitet an der Drittliga-Lizenz.

In ständigem Kontakt mit dem DFB. MSV-Geschäftsführer Peter Mohnhaupt arbeitet an der Drittliga-Lizenz.

Foto: Volker Nagraszus / firo Sportphoto

Duisburg.  Bis Dienstag, 17 Uhr, muss der MSV Duisburg beim DFB die Lizenzunterlagen einreichen. Die Verantwortlichen sind weiter zuversichtlich.

Am nächsten Mittwoch jährt sich zum sechsten Mal der Tag, an dem der MSV Duisburg in den Abgrund stürzte. Am 29. Mai 2013 teilte die Deutsche Fußball-Liga dem MSV mit, dass er die Lizenz für die 2. Fußball-Bundesliga nicht erhalten würde. Aktuell ist der kommende Dienstag, 28. Mai, für den MSV der entscheidende Tag. Bis um 17 Uhr müssen dem Deutschen Fußball-Bund die nachgebesserten Unterlagen der Zebras im Lizenzierungsverfahren der 3 . Liga vorliegen.

Der DFB hatte dem MSV nach Prüfung der Unterlagen Bedingungen aufgebrummt. Der Zweitliga-Absteiger muss unter anderem eine Liquiditätslücke schließen. Geschätzt drei Millionen Euro fehlten. „Wir haben 20 Positionen an den DFB geschickt“, erklärte MSV-Pressesprecher Martin Haltermann gegenüber der Redaktion. Was er auch sagte: „Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir die Bedingungen erfüllen.“

Ständiger Kontakt mit dem DFB

Präsident Ingo Wald und Geschäftsführer Peter Mohnhaupt hatten zuletzt mehrfach „vorsichtigen Optimismus“ geäußert, dass der MSV die Bedingungen erfüllen werde. Ein entspanntes Wochenende steht den Verantwortlichen trotzdem nicht bevor. Wie der MSV-Sprecher weiter erläuterte, geht es in diesen Tagen nun darum, „die Dinge zu finalisieren und fixieren“. Zudem stehe der Klub im ständigen Kontakt mit dem DFB. Ziel sei es, die Unterlagen bereits einen Tag vor Ablauf der Frist am Montag in die DFB-Zentrale nach Frankfurt zu übermitteln. Sicher ist sicher.

Einen dicken Fels räumten die Mitglieder des Stadtrats am Montag aus dem Weg. Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung genehmigten die Kommunalpolitiker eine Finanzspritze in Höhe von einer Million Euro an die Stadionprojekt-Gesellschaft. Somit reduziert sich die Arena-Miete für die kommende Saison von 600.000 auf 50.000 Euro. Zudem verringern sich Neben- und Betriebskosten.

Der MSV spart zudem Personalkosten in seiner Geschäftsstelle ein. So verlängerte der MSV mehrere befristete Verträge nicht mehr. Betriebsbedingte Kündigungen gibt es nach Vereinsangaben nicht.

Entscheidung bis zum 15. Juni

Wann der MSV Klarheit über den Ausgang des Lizenzverfahrens hat, ist offen. Der DFB teilte mit, die Entscheidungen „spätestens bis zum 15. Juni, meist etwas früher“ bekannt zu geben. Am 12. Juni steht in Meiderich der Trainingsauftakt an. So könnte es sein, dass die Zebras bereits üben, bevor sie wissen, ob sie tatsächlich auch in der 3. Liga um Punkte kämpfen dürfen.

Erst nach dem Erhalt des Bescheids aus der DFB-Zentrale kann der MSV Duisburg seinen Spieleretat für die kommende Saison aufstellen. Das erschwert die Arbeit von Sportdirektor Ivica Grlic. Der Manager kann zwar schon jetzt Spielerverträge verlängern oder Neuzugänge verpflichten, ohne ein konkretes Zahlenwerk ist die Kaderplanung für die Verantwortlichen aber derzeit ein Blindflug,

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