Abstiegskampf

Die Konkurrenten verpassen dem MSV Duisburg Nackenschläge

Gute Erinnerungen an Bielefeld: Im Herbst – hier der Jubel beim 1:0-Sieg in der Liga – gewann der MSV zweimal auf der Alm gegen die Arminia.

Gute Erinnerungen an Bielefeld: Im Herbst – hier der Jubel beim 1:0-Sieg in der Liga – gewann der MSV zweimal auf der Alm gegen die Arminia.

Foto: firo/Christopher Neundorf

Duisburg.   Der Rückstand des MSV auf den Relegationsrang ist auf sechs Punkte angewachsen. Der Druck vor dem Spiel gegen Bielefeld ist damit noch größer.

Es hätte am Samstag nicht schlimmer kommen können. Die Konkurrenten des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg gewannen ihre Spiele, sodass der Druck für Zebras vor dem Heimspiel am Montag gegen Arminia Bielefeld (20.30 Uhr) noch größer ist. Mittlerweile liegen die Meidericher sechs Punkte hinter dem Relegationsrang zurück.

Platz 16 belegt weiterhin mit nun 30 Punkten der 1. FC Magdburg, der am Samstag die SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 besiegte. Der SV Sandhausen baute seinen Vorsprung auf den MSV mit einem 3:2-Erfolg über Holstein Kiel aus. Der Vorletzte FC Ingolstadt hatte am Freitag bereits Dynamo Dresden mit 1:0 bezwungen.

Die Chancen des MSV auf die direkte Rettung tendieren mittlerweile gegen Null. Am Montag benötigen die Zebras einen Sieg gegen Bielefeld, um den Rückstand auf den Relegationsrang auf drei Punkte zu reduzieren. Selbst dann bedarf es aber eines Kraftaktes, um noch die Entscheidungsspiele zu erreichen.

Neuhaus: „Duisburgs letzte Chance“

Vor drei Jahren war das dem MSV gelungen, erst am letzten Spieltag retteten sich die Zebras mit einem 1:0-Sieg über das bereits als Bundesliga-Aufsteiger feststehende Team von RB Leipzig in die Relegation. In der Saison 2015/16 verlor der MSV am 31. Spieltag beim SC Freiburg mit 0:1 und lag drei Punkte hinter Platz 16 zurück. Es folgten zwei Siege und ein Remis – neben dem Erfolg über Leipzig gab es einen 2:1-Sieg über Fortuna Düsseldorf und ein 2:2 beim SV Sandhausen.

Die Situationen sind aber nur bedingt zu vergleichen. Im Gegensatz zu heute befand sich das Duisburger Team im Aufwind, während es mit den späteren Direktabsteigern SC Paderborn und FSV Frankfurt zwei Truppen gab, die kein Mittel fanden, sich dem Abwärtssog zu entziehen. Diesmal punkten die Konkurrenten der Zebras weitgehend konstant.

„Das ist Duisburgs letzte Chance, um noch einmal in die Spur zu kommen“, weiß auch Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus. Der 59-Jährige verbuchte in dieser Spielzeit bereits einen Sieg beim MSV – am ersten Spieltag als Trainer von Dynamo Dresden (1:0).

Zwei Siege im Herbst

Der MSV siegte in der Hinrunde in Bielefeld gleich zweimal: erst im Oktober 3:0 im Pokal, dann im November 1:0 in der Liga. „Die Bielefelder Mannschaft von damals ist mit der heutigen nicht mehr zu vergleichen“, unterstreicht MSV-Trainer Torsten Lieberknecht. Im Dezember trennte sich die Arminia von Trainer Jeff Saibene und verpflichtete Uwe Neuhaus. Der neue Mann veränderte das Spielsystem und führte die Ostwestfalen in sichere Gefilde. Bielefeld kommt mit einem Vorsprung von neun Punkten auf den Relegationsrang an die Wedau. „Die zwei Niederlagen gegen den MSV wurmen immer noch einige Spieler“, muss sich Neuhaus um die Motivation seiner Mannschaft keine Sorgen machen.

Die Motivation der Zebras hatte zuletzt Spieltagsgast Hans Sondermann in der Halbzeitpause des Spiels gegen Sandhausen in Frage gestellt. Der Ex-Profi musste sich dafür in den Katakomben Kritik aus der Mannschaft gefallen lassen.

Auch am Montag wird es wieder einen Gast geben. Wolfgang „Teddy“ de Beer , von 1982 bis 1986 als Torhüter beim MSV aktiv. Bis zum Ende der vergangenen Saison war der gebürtige Dinslakener als Torwarttrainer bei Borussia Dortmund tätig.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben