3. Liga

Der MSV Duisburg geht selbstbewusst ins Zwickau-Spiel

Mit Leroy-Jacques Mickels (Mitte) präsentierte Torsten Lieberknecht im Pokal einen guten Ersatz für den verletzten Vincent Vermeij.

Mit Leroy-Jacques Mickels (Mitte) präsentierte Torsten Lieberknecht im Pokal einen guten Ersatz für den verletzten Vincent Vermeij.

Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus

Duisburg.  Mit breiter Brust geht der MSV Duisburg in die Partie gegen den FSV Zwickau. Spannend wird es auch Sonntag – bei der Pokal-Auslosung.

Der eine, Torsten Lieberknecht, war zehn Jahre lang Trainer von Eintracht Braunschweig. Der andere, Joe Enochs, ist eine Vereinslegende beim VfL Osnabrück und hat an der Bremer Brücke ebenfalls über mehrere Jahre als Coach gearbeitet. Doch trotz ihrer langen Wirkenszeit bei zwei niedersächsischen Traditionsvereinen haben sich die Wege der beiden ehemaligen Fußballprofis bislang nicht gekreuzt. Am Samstag ist es nun zum ersten Mal der Fall: Um 14 Uhr empfängt Lieberknecht als Trainer des Drittliga-Zweiten MSV Duisburg den vom US-Amerikaner Enochs betreuten FSV Zwickau in der Schauinsland-Reisen-Arena.

Ein Kenner der 3. Liga

„Joe ist ein Kenner der 3. Liga“, weiß Torsten Lieberknecht. Das ist einer der Gründe, warum er von seiner Mannschaft verlangt, den Gästen aus Sachsen mit angemessenem Respekt zu begegnen. Zumindest besteht nach dem 2:0-Pokalerfolg gegen Zweitligist Greuther Fürth naturgemäß die Gefahr, die nun vermeintlich im Vorbeigehen zu lösende Heimaufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen. Der Duisburger Trainer kann sich aber nicht vorstellen, dass dies passieren wird: „Wir können schon ein gewisses Selbstvertrauen haben, was unsere Leistungen in dieser Saison angeht – ganz unabhängig vom Pokalspiel.“

Der Start in eine Saison, vor der viel Ungewissheit herrschte, ist zweifelsohne viel besser geglückt, als es zu erwarten war. Dass ein Trainer pflichtgemäß an die von ihm zusammengestellte Mannschaft glaubt, liegt auf der Hand – aber hatte Lieberknecht schon im Vorfeld wirklich den Eindruck, dass alles so gut funktionieren könnte, wie es das nun tut? „Wir wussten es ja auch nicht, ob die Spieler, die teilweise aus der Regionalliga gekommen sind, sofort Fuß fassen. Aber dann hat man in der Vorbereitung schon den Willen, die Einsatzbereitschaft, die Abläufe gesehen und das Gefühl gehabt, dass hier etwas wächst“, so der 46-Jährige.

Ein routinierter Angreifer

Die Fans ziehen bislang mit, weil ihnen das, was sie auf dem Rasen sehen, gut gefällt – und das soll sich nach Möglichkeit gegen den FSV Zwickau nicht ändern. Nach dem ersten Spieltag war der MSV durch das 4:1 gegen Großaspach schon einmal (wenig aussagekräftiger) Spitzenreiter; nun könnte es damit erneut klappen, wenn neben dem eigenen erhofften Sieg auch der FC Ingolstadt mitspielt und keinen Dreier in Düsseldorf – also gegen den KFC Uerdingen – holt. Dagegen werden die als Achter mit sieben Punkten aus vier Spielen auch ordentlich gestarteten Zwickauer ihrerseits etwas tun wollen – allen voran ihr routinierter 36-jähriger Torjäger, wie Torsten Lieberknecht weiß: „Mit Ronny König haben die viel Masse da vorn drin.“

Der zweite Höhepunkt des Wochenendes aus MSV-Sicht steht am Sonntag ab 18 Uhr an, wenn im Deutschen Fußball-Museum in Dortmund die zweite Runde im DFB-Pokal ausgelost wird (live zu sehen in der ARD-Sportschau). Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder wird den MSV Duisburg aus dem Topf der „Kleinen“ ziehen und danach dafür verantwortlich zeichnen, mit welchem Gegnerkaliber es die Zebras Ende Oktober zu tun bekommen.

Die Frage, wen er sich als Gegner wünscht, zeigt das gewachsene Selbstvertrauen beim Duisburger Trainer. Torsten Lieberknecht sagt: „Alles außer den Bayern und Borussia Dortmund darf gerne herkommen.“ MSV-Präsident Ingo Wald wünscht sich hingegen ein Spiel gegen einen Zweitligisten.

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