MSV - Fortuna

Darum ist der MSV Duisburg zu schwach für die Starken

Enttäuscht nach der MSV-Niederlage: Ahmet Engin.

Foto: firo

Enttäuscht nach der MSV-Niederlage: Ahmet Engin.

Duisburg.  Beim 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf verlor der MSV Duisburg zum sechsten Mal gegen ein Spitzenteam. Eine Menge Lob bekommt der MSV trotzdem.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Top-Mannschaften der 2. Bundesliga sind für den guten Aufsteiger MSV Duisburg zu stark. Gegen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf unterlagen die Ze­bras am Sonntag vor 28 000 Fans mit 1:2 (0:1). Bereits im Hinspiel hatte Düsseldorf mit 3:1 die Oberhand behalten. Auch gegen die beiden anderen Aufstiegs-Aspiranten 1. FC Nürnberg (1:6, 1:3) und Holstein Kiel (1:3, 0:5) waren die Duisburger leer ausgegangen.

Diesmal schrammten die Zebras allerdings knapp am Teilerfolg vorbei und waren nah dran, aus dem 0:2-Rückstand ein Remis zu machen. „Kompliment an die Mannschaft, dass wir hinten heraus noch einmal so gut zurückgekommen sind. Mit dem Abpfiff hatten wir die Gelegenheit, sogar noch ein Unentschieden einzufahren. Das wäre auch verdient gewesen“, lobte Manager Ivica Grlic.

Der 42-Jährige war mit dem Auftritt einverstanden. Grlic erkannte zwischen seiner Mannschaft und dem favorisierten Spitzenreiter „keine allzu großen Unterschiede“.

In Sachen Kaltschnäuzigkeit hatte die Fortuna dem MSV aber doch einiges voraus. Kurz vor der Pause profitierten die Gäste von einer Unsicherheit des Duisburger Verteidigers Gerrit Nauber, der den Ball nicht energisch genug klären konnte. Den Pass von Fortuna-Kapitän Oliver Fink hämmerte Torjäger Rouwen Hennings zur Führung ins Netz (41.).

Fortuna-Trainer Funkel: „Da hatten wir Glück“

Die Meidericher starteten druckvoll in die zweite Hälfte, ließen bei den meisten Offensiv-Aktionen aber die nötige Präzision vermissen oder haderten mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Sascha Stegemann. Nach einer Grätsche von Düsseldorfs Julian Schauerte gegen MSV-Kapitän Kevin Wolze blieb der Elfmeterpfiff aus (58.). „Der Schiedsrichter hat gesagt, es gab einen Kontakt, aber der hat nicht zum Elfer ausgereicht“, meinte Wolze etwas verwundert. Selbst Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel gab zu: „Wir hätten uns über einen Strafstoß nicht beklagen dürfen. Da hatten wir Glück. Aber es gleicht sich alles aus – wir hatten in dieser Saison auch schon mehrere Entscheidungen, die gegen uns ausgefallen sind.“

MSV-Trainer Ilia Gruev reagierte und brachte für den verwarnten Stanislav Iljutcenko Stürmer Kingsley Onuegbu. Der Nigerianer scheiterte in der 72. Minute mit einem Seitfallzieher um Haaresbreite. „Der MSV steht nicht ohne Grund dort oben in der Tabelle. Die hohen Bälle des MSV waren immer brandgefährlich“, bilanzierte Fortuna-Trainer Funkel und schickte ein dickes Kompliment hinterher: „Das, was der MSV hier in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, ist absolut lobenswert.“

Als Takashi Usami für den Liga-Primus mit einem Schuss durch die Beine von Duisburgs Torwart Mark Flekken das 2:0 erzielt hatte (88.), schien die Partie gelaufen. Doch Sekunden später sorgte Boris Tashchy mit dem 1:2 noch einmal für Spannung (90.). Zu mehr reichte es aber nicht.

Während Düsseldorf jetzt neun Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten Kiel hat, ist der MSV auf Platz sechs zurückgefallen. „Wir haben nie nach oben geschaut“, sagte Kapitän Wolze und hob hervor: „Für uns geht es nur um den Klassenerhalt. So halten wir es auch weiterhin.“ Mit 37 Punkten liegen die Duisburger mehr als im Soll. Trainer Gruev ist sich sicher: „Wir gehen unseren Weg weiter.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik