Bundesliga

Trainer Marco Rose wünscht sich Spektakel in Gladbach

Gladbachs neuer Trainer Marco Rose spricht mit seinem Spielern beim Auftakt zur Saisonvorbereitung.

Gladbachs neuer Trainer Marco Rose spricht mit seinem Spielern beim Auftakt zur Saisonvorbereitung.

Foto: dpa

Mönchengladbach  Gladbach ist in die Vorbereitung gestartet. Trainer Marco Rose war zufrieden mit der ersten Einheit. Breel Embolo muss sich noch gedulden.

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Als Breel Embolo den Rasen betrat, applaudierten die Fans in der Nordkurve noch mal. Allerdings konnten die rund 4000 Zuschauer den 22-Jährigen erst begrüßen, nachdem das Auftakttraining von Borussia Mönchengladbach schon beendet war. Denn Embolo, der vom FC Schalke 04 zum Liga-Konkurrenten gewechselt ist, laboriert an einer Fußprellung. Der Angreifer soll erst in drei bis vier Wochen ins Mannschaftstraining einsteigen. Er fehlte somit zwar auch am Sonntag bei Borussias erster Einheit unter dem neuen Trainer Marco Rose, suchte aber dennoch hinterher im Stadion die Nähe zu den Fans. Er lächelte, plauderte, schrieb Autogramme. Und erkannte, wie er betonte, „Parallelen“ zu Schalke. „Das hier“, sagte der Schweizer, „ist auch ein Familienverein.“

An seinem ersten Tag im Borussia-Park hatte er morgens nur leichtes Lauftraining absolviert. Gladbach will den Stürmer, der die Erwartungen bei den Königsblauen in drei Jahren auch verletzungsbedingt nicht erfüllen konnte, behutsam an die Belastung heranführen. „Ich musste vier Wochen den Fuß ruhigstellen, kann deshalb nicht von 0 auf 100 mit der Mannschaft einsteigen“, erklärte Embolo. Er selbst hoffe darauf, dass er bereits im Trainingslager am Tegernsee (14. bis 21. Juli) seine Saison-Vorbereitung mit dem Team aufnehmen kann. Am ersten Bundesliga-Spieltag (17. August) empfängt Gladbach Embolos Ex-Klub Schalke. Ob er rechtzeitig fit sein wird? „Es ist noch lange hin“, sagte er. „Es kann bis dahin sehr viel passieren.“

Embolo könnte von Schnelligkeit profitieren

Der Offensivspieler dürfte in Roses Planungen eine zentrale Rolle spielen. Der Trainer will das Spiel der Borussia schließlich verändern. Mit mehr Tempo, vielen Sprints und hohem Pressing – so möchte Rose sein Team erfolgreich Fußball spielen lassen. Embolo könnte dabei im Angriff von seiner Schnelligkeit und seinem Durchsetzungsvermögen profitieren. „Mit dem neuen Trainer habe ich mich sehr lange unterhalten und telefoniert während der Urlaubszeit“, berichtete Embolo. „Ich konnte mir im Urlaub Gedanken machen, abschalten, und so habe ich mich für den Schritt entschieden“, begründete er seinen Wechsel.

Embolo war längst nicht der einzige Spieler, der das Training bei Temperaturen über 30 Grad verpasste. Auch Kapitän Lars Stindl, der sich Mitte April einen Schienbeinbruch zugezogen hatte, zählte zu den Gladbacher Profis, die weiterhin pausieren müssen. So begrüßte Rose lediglich 13 Feldspieler und drei Torhüter zum Auftakt.

Herrmann lobt neuen Gladbach-Trainer Rose

Der frühere Trainer von Red Bull Salzburg präsentierte sich dabei engagiert. Er gestikulierte, gab Anweisungen, sprach viel mit seinen Profis. Ein Trainingsspiel auf kleine Tore unterbrach er mehrmals, um Dinge zu korrigieren und zu erläutern. „Der Trainer macht einen super Eindruck“, befand Offensivspieler Pa­trick Herrmann. „Er hat klare Vorstellungen, wie er spielen will, und wird versuchen, das in der nächsten Zeit mit uns umzusetzen.“

Auch Rose war mit dem Auftakt zufrieden. Er wirkte locker und entspannt nach dem Auftritt im Borussia-Park. „Mir hat es Spaß gemacht. Ich habe mich gefreut, dass die Fans uns so empfangen haben“, sagte der 42-Jährige. „Die Jungs haben sich danach auch richtig gut bewegt. Wir haben viel den Ball am Fuß gehabt. Das ist immer das Wichtigste nach dem Urlaub: sich wieder an die Pille zu gewöhnen.“

Rose geht davon aus, dass es eine Weile dauern kann, bis sein Team die Spielweise verinnerlicht hat. Deshalb will er auch intensiv trainieren. „Es ist viel Arbeit, aber wir gehen es auch mit viel Energie an“, versprach er. Besonders die Zuschauer hat Gladbachs neuer Trainer bei seiner Spielausrichtung im Blick. Rose betonte: „Wir wollen die Leute abholen, sie mitnehmen – und gerne auch Spektakel haben.“

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