Gladbach

RB Leipzig verbietet Gladbach-Spruchband und wehrt sich

Viele Fans begleiteten Borussia Mönchengladbach nach Leipzig.

Viele Fans begleiteten Borussia Mönchengladbach nach Leipzig.

Foto: Reuters

Mönchengladbach/Leipzig.  Streit zwischen der aktiven Fanszene von Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig. Angeblich hat der Red-Bull-Ableger ein Fan-Plakat verboten.

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RB Leipzig wehrt sich gegen den Vorwurf, der Bundesligist habe der aktiven Fanszene von Borussia Mönchengladbach grundlos die Mitnahme eines Spruchbandes ins Stadion untersagt. Die Verantwortlichen der Social-Media-Abteilung der Sachsen antwortete im sozialen Netzwerk Twitter auf einen Tweet des Portals „Faszination Fankurve“, das über einen Vorfall am vergangenen Sonntag berichtet hatte.

Aus dem Bericht geht hervor, dass ein Spruchband mit der Aufschrift „Vereine – ihr habt es in der Hand – Montagsspiele abschaffen!“ ohne erkennbaren Grund nicht ins Stadion gelassen wurde. Dem widerspricht der Red-Bull-Ableger. „Diese Unterstellung ist schlichtweg falsch“, heißt es in dem Tweet. Zwei Banner habe die aktive Fanszene der Fohlen zwar angemeldet, trotz Nachfrage jedoch keine Auskunft erteilt, welche Botschaft auf ihnen stehen sollte. „Es gab keine Rückmeldung“, so die Verantwortlichen. Vor Ort hatten die Fanbeauftragten des Klubs versucht zu intervenieren – allerdings ohne Erfolg.

Gladbach-Fans machten sich mit Pfeifen bemerkbar

Gladbachs aktive Fans hatten sich mit diesem Plakat den bundesweiten Protesten gegen Montagsspiele anschließen wollen. Während in anderen Stadien demonstrativ geschwiegen wurde, hatten sich die Fans der Borussia etwas anderes überlegt. „Wir werden daher, wie nahezu alle anderen Fanszenen dieses Landes, in den ersten 45 Minuten auf einen organisierten Support verzichten und stattdessen unserem Protest Ausdruck verleihen. Wir werden dies, wie bereits beim Heimspiel gegen Frankfurt, nicht still und leise tun, sondern uns erneut mit Pfeifen lautstark bemerkbar machen“, heißt es in einem Ankündigungsflyer, der vor dem Auswärtsspiel in Leipzig verteilt wurde.

Ob die Fans des Tabellenzweiten den Inhalt des Plakates tatsächlich nicht mitgeteilt haben oder doch, ist unklar. Fakt ist jedoch, dass dieses Procedere in der Stadionordnung der Leipziger Spielstätte so gefordert wird. So regelt §6 (3): „Das Mitführen von Spruchbändern oder ähnlichen Transparenten, Bannern oder Plakaten im gesamten Geltungsbereich der Stadionordnung ist nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durch die zuständige Stelle der RasenBallsport Leipzig GmbH gestattet."

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