Dahoud

Gladbach-Fans pfeifen Dahoud wegen BVB-Wechsel aus

Mahmoud Dahoud.

Mahmoud Dahoud.

Mönchengladbach.  Die Gladbach-Fans haben Mahmoud Dahoud ausgepfiffen, weil er zu Borussia Dortmund wechselt. Borussia-Trainer Dieter Hecking kritisierte das.

Der Abschied aus der Bundesliga-Saison 2016/17 war für Borussia Mönchengladbach ohnehin kein schöner. Das enttäuschende 2:2 (0:0) gegen Absteiger SV Darmstadt 98 war ein sportliches Spiegelbild der vergangenen Wochen, als die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking in Wolfsburg und gegen Augsburg jeweils nicht über ein 1:1 hinauskam und so die leicht mögliche Qualifikation für die Europa League verdaddelte.

Doch Trainer Hecking regte sich nicht nur darüber auf: "Über die letzten drei Spiele bin ich enttäuscht. Wenn wir unsere Hausaufgaben gemacht hätten, wären wir jetzt Sechster." Und damit wieder international dabei. Gleichwohl kritisierte der 52-jährige Westfale die Pfiffe beim Abschied von Spielgestalter Mahmoud Dahoud. Der 21-jährige Deutsch-Syrer, der im Sommer zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund wechselt, kassierte neben Applaus vor dem Darmstadt-Spiel auch Pfiffe – wegen seines Transfers für mehr als zehn Millionen Euro.

"Mo ist ein außergewöhnlicher Fußballer, der sieben Jahre für die Borussia unterwegs war. Er hätte einen anderen Abschied verdient gehabt. Aber so ist manchmal die Fan-Seele", erklärte Trainer Hecking. Neben Dahoud wurde auch Innenverteidiger Andreas Christensen vor dem Darmstadt-Spiel mit Blumen und einem Bilderrahmen gespickt mit zahlreichen Szenen aus der eigenen Gladbacher Fußballzeit verabschiedet.

Christensen zurück zum FC Chelsea

Der 21-jährige Däne kehrt nach zweijährige Leihzeit wieder zum FC Chelsea zurück. "Wenn ich die Möglichkeit bekomme, dort zu spielen, will ich sie auch nutzen", so hatte Christensen im Gespräch mit dieser Redaktion vor der Saison noch erklärt. Nun scheint die Chance gekommen, sich an der Stamford Bridge zu zeigen. Mit der Reputation eines Stammspielers in der Bundesliga und Einsätzen in der Champions League. Sein starkes Stellungsspiel und das überaus geschickte Zweikampfverhalten hatten Christensen zu einer festen Größe in der Gladbacher Startelf werden lassen.

Eberl spekuliert nicht mehr auf erneute Ausleihe

Ob der dänische Nationalspieler allerdings in der von Chelsea-Trainer Antonio Conte favorisierten Dreierkette eine Rolle spielen kann, wagen Experten zu bezweifeln. Dennoch spekuliert Gladbachs Sportdirektor Max Eberl nicht (mehr) auf eine erneute Ausleihe des Dänen an den Niederrhein. "Die Chance darauf liegt bei unter fünf Prozent. Wenn wir die Möglichkeit haben, einen entsprechenden Ersatz zu realisieren, werden wir das auch tun." Gladbach wird auf eine Christensen-Entscheidung bei Chelsea vermutlich spät in der Transferperiode nicht warten wollen.

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