Kommentar

Die DFB-Frauen kämpfen und haben noch Luft nach oben

Deutschlands Frauen-Nationalmannschaft jubelt über den Einzug in das WM-Achtelfinale.

Deutschlands Frauen-Nationalmannschaft jubelt über den Einzug in das WM-Achtelfinale.

Foto: dpa

Valenciennes.  Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat das Achtelfinale bei der Fußball-WM so gut wie erreicht. Ein Kommentar zum 1:0-Sieg gegen Spanien.

Kim Kulig, Fußball-Europameisterin von 2009 und heute TV-Expertin, sagte vor dem Anpfiff des zweiten Gruppenspiels der deutschen Frauen bei der WM in Frankreich folgenden Satz: „Man muss als deutsche Mannschaft immer überzeugen.“ Recht hat sie.

Die Erwartung, dass ein deutsches Team automatisch um Titel mitspielt, ist fast schon Tradition. Die Heldinnen von einst haben ein schweres Erbe hinterlassen. Umso wichtiger ist es für diese doch sehr junge Mannschaft, erst einmal in ein so großes Turnier zu finden.

Zwei 1:0-Siege in zwei WM-Spielen sind ein sehr guter Einstieg. Von den Punkten her kann man sagen: Mehr geht nicht. Das Achtelfinale ist so gut wie erreicht. Jedoch: In der Spielordnung, der Ruhe am Ball, der Übersicht und der Kaltschnäuzigkeit im Abschluss hat die deutsche Mannschaft noch Luft nach oben.

Doch sie zeigte im Spiel gegen Spanien vor allem eines: Willen. Torhüterin Almuth Schult griff ein ums andere Mal beherzt zu. Jungstars wie Giulia Gwinn spielten frech nach vorne, zeigten großen Spaß am Spiel. Und dann dieses Tor. Wie Sara Däbritz im Moment, als die Torchance eigentlich vertan schien, noch einmal mit Volldampf heranrauscht und den Ball über die Linie grätscht, schubst, drängt, kämpft, zeigt: Dieses Team will. Und es kann. Vielleicht noch mehr.

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