Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf: Stöger ist der ausgeruhte Dauerläufer

Wichtig für Fortuna Düsseldorf: Kevin Stöger.

Wichtig für Fortuna Düsseldorf: Kevin Stöger.

Foto: firo

Düsseldorf.  Kevin Stöger will für Fortuna Düsseldorf nach seiner Sperre gegen den 1. FC Nürnberg wieder Vollgas geben. Der Ex-Bochumer ist sehr wichtig.

Kevin Stöger zählt zu den besonders Eifrigen im Kader von Fortuna Düsseldorf – und die Einsatzbereitschaft des 25-jährigen Oberösterreichers reicht dabei weit über die Ausgangstore der Bundesligastadien und des Trainingsgeländes der Fortuna hinaus. Bis hinein ins eigene Wohnzimmer. „Videoanalysen sind sehr wichtig, die mache ich auch zu Hause. Manchmal schaue ich mir das ganze Spiel an, manchmal auch nur meine eigenen Szenen – denn ich will mich verbessern“, sagt Stöger, der als ebenso fleißiger wie selbstkritischer Zeitgenosse weiß: „Ein Tor würde mir richtig guttun.“

Der Haken an der Sache: Das Zitat stammt aus den Spätsommertagen des vergangenen Septembers, ist vor der Partie der Düsseldorfer gegen Mit-Aufsteiger Nürnberg aber nach wie vor aktuell. Stöger, der mit 16 aus der Heimat ins Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart wechselte und im letzten Sommer von Zweitligist VfL Bochum zur Fortuna kam, wartet noch immer auf seinen Premierentreffer in der Bundesliga. Druck mache er sich deshalb keinen, das sei zu Saisonbeginn noch anders gewesen, erwähnt der Mann aus Austria. „Da war ich zu verkrampft“, erinnert sich Stöger. Eine komplette Saison ohne eigenen Treffer fände er aber schon „schade“.

Beim VfL Bochum spielte Stöger im zentralen Mittelfeld

Schließlich ist er nicht nur einer der laufstärksten und schnellsten Spieler in der gesamten Liga, sondern auch ein extrem offensiv denkender Fußballer. In Bochum wurde er in der Regel als Zehner im zentralen Mittelfeld eingesetzt, im Konzept von Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel agiert er nun etwas weiter hinten – mit überaus wertvollen Beiträgen für die Düsseldorfer Angreifer. „Ich gehe ins Risiko, möchte keine einfachen Pässe spielen“, erklärt Stöger. Denn: „Für mich ist immer wichtig, so schnell wie möglich in die gefährlichen Zonen zu kommen.“

In diese Regionen auf dem Rasenrechteck kamen die Rheinländer beim 0:2 in Leverkusen vor einer Woche ausgesprochen selten – was nicht zuletzt an der Abwesenheit des gelbgesperrten Stöger lag. Gegen den FCN ist der Umschaltspieler wieder mit von der Partie. Sehr zur Freude von Übungsleiter Funkel, der Stöger sachlich als „wichtig für die Mannschaft“ bezeichnet, nach dem Pokal-Aus vor gut zwei Wochen auf Schalke allerdings auch betonte: „Er muss sich in Sachen Torgefährlichkeit verbessern. Aber das gilt nicht nur für ihn, sondern für viele andere im Team auch.“

In eine komfortable Ausgangsposition geschossen haben sich die Düsseldorfer vor der geplanten Revanche gegen die Franken – das Hinspiel gewann Nürnberg mit 3:0 – trotz der bekannten Defizite im letzten Spielfelddrittel. Bei einem Sieg am frühen Samstagabend hätte die Fortuna bereits beachtliche 28 Punkte auf ihr Konto geschaufelt, der Wochenendbesuch aus dem Süden rangiert als Schlusslicht gerade mal bei 13 Zählern.

„Mit 28 Punkten bleibt man sicher nicht in der Liga. Aber dass es ein sehr wichtiges Spiel ist, bestreitet ja keiner“, umreißt Funkel die Bedeutung des Duells. Angreifer Dodi Lukebakio erwartet das Team der Nürnberger Interimstrainer Boris Schommers und Marek Mintal ähnlich wie die Stuttgarter, die sich beim 0:3 vor zwei Wochen sehr zurückhielten.

Kevin Stöger: „Ich bin richtig heiß auf das Spiel“

„Wir werden wahrscheinlich mehr den Ball und auch Möglichkeiten in der Offensive haben“, prophezeit Lukebakio, der Leihspieler vom FC Watford – und fordert: „Solche Spiele müssen wir gewinnen, sonst zahlen wir später in der Saison den Preis dafür.“ Kevin Stöger erhebt da keine Einwände, schon gar nicht nach seinem geruhsamen letzten Wochenende. „Nach zwei Wochen Pause“, vermeldet Fortunas Kilometerfresser jedenfalls, „bin ich jetzt auch richtig heiß auf dieses Spiel.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben