Fußball-Bundesliga

Die Bilanz im Weserstadion spricht gegen Fortuna Düsseldorf

Eine Szene aus dem Bundesliga-Heimspiel vom 14. April 2013 gegen den SV Werder Bremen. Ein passendes Bild – beide Teams sind zuletzt oft auf dem Hosenboden gelandet.

Eine Szene aus dem Bundesliga-Heimspiel vom 14. April 2013 gegen den SV Werder Bremen. Ein passendes Bild – beide Teams sind zuletzt oft auf dem Hosenboden gelandet.

Foto: Stefan Arend

Düsseldorf.   Der Zweitligameister spielt heute um 20.30 Uhr beim SV Werder. Den letzten Düsseldorfer Bundesliga-Sieg in Bremen gab es 1977.

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Erneut muss Fortuna Düsseldorf am Freitagabend ran. In der Fußball-Bundesliga – um 20.30 Uhr beginnt die Partie beim SV Werder Bremen. Der Gastgeber misst der Heimpartie gegen den Außenseiter große Bedeutung bei. Sie soll nach fünf sieglosen Partien der Wendepunkt sein. Die Nordlichter stehen unter Druck, denn sie müssen gewinnen, um sich nicht vom Saisonziel Europa League verabschieden zu müssen. Derzeit sind es drei Punkte Rückstand auf Rang sechs. Im Falle einer weiteren Partie ohne dreifachen Punktgewinn wäre zudem endgültig die Euphorie weg, die es in der Stadt seit dem hervorragenden Saisonstart gibt.

„Wir müssen und wir werden gewinnen“, sagt Werder-Coach Florian Kohfeldt. Fortuna ist aus seiner Sicht der „einfachste der vier Gegner“, auf den er mit seiner Elf vor der Winterpause noch trifft. Nach dem Spiel gegen Düsseldorf geht es nach Dortmund, dann empfängt die Mannschaft Hoffenheim und reist anschließend nach Leipzig Bremen wie Düsseldorf haben aus den jüngsten sechs Spielen jeweils vier Punkte geholt und gehören damit zu den aktuell erfolglosesten Teams der Liga – nur Nürnberg ist mit lediglich drei Zählern noch schlechter. Die Krise ließ die Grün-Weißen vom dritten auf den neunten Platz fallen. Dabei waren sie gut gestartet und nach fünf Spieltagen drittstärkste Kraft hinter dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Ein Schock war für Werder die 2:6-Niederlage am neunten Spieltag gegen Bayer Leverkusener. Danach lief es nicht mehr rund, Werder verlor sein spielerisches Konzept und leistete sich einfache Fehler in der bis dahin sicheren Defensive.

Lange Ausfallliste

Den Hanseaten fehlen die beiden etatmäßigen Innenverteidiger Niklas Moisander (Gelb-Rot-Sperre) und Miloš Veljković (Adduktorenverletzung) sowie Philipp Bargfrede (Archillessehne). Zudem klagen Linksverteidiger Ludwig Augustinsson, Claudio Pizarro und Yuya Osako über Erkältungen. Änderungen wird es aber nicht nur in der Defensive geben. In der Offensive soll der Österreicher Florian Kainz, der in den jüngsten drei Partien nicht einmal im 18er-Kader stand, gemeinsam mit Milot Rashica die Bremer Flügelzange bilden. Auch Milot Rashica wird von Beginn an auflaufen.

Fortuna-Coach Friedhelm Funkel steht Innenverteidiger Kaan Ayhan am Freitagabend wieder zur Verfügung. Die Rekonvaleszenten Marcel Sobottka, Andre Hoffmann, Raphael Wolf und Tim Wiesner sind dagegen noch nicht so weit. Außerdem fehlen den Düsseldorfern Aymen Barkok und Diego Contento.

Nur zwei Siege im Weserstadion

Fortuna und der SV Werder spielen die 23. gemeinsame Saison in der Fußball-Bundesliga. Die Bilanz spricht gegen Fortuna: 13 Düsseldorfer Siegen stehen 19 Niederlagen gegenüber, zwölfmal trennten sich die Klubs remis. Verheerend ist die Auswärtsbilanz: Nur zweimal haben die Rot-Weißen im Weserstadion gewonnen. Den ersten Erfolg gab es am 2. Dezember 1972 mit 3:1 durch Treffer von Hans Schulz (54.), Klaus Budde (65.) und Reiner Geye (86.). Den zweiten Auswärtssieg der Fortunen gab es vor 41 Jahren: Am 22. April 1977 feierten die Rot-Weißen durch Tore von Dieter Brei (54, Elfmeter) und Klaus Allofs (81.) einen 2:0-Erfolg. (faja)

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