Vorbericht

Bei Fortuna Düsseldorf wird es Zeit, dass sich was dreht

Lange Gesichter nach der Niederlage in Braunschweig. Schon am Freitag kann es die Fortuna gegen Union Berlin besser aussehen lassen.

Lange Gesichter nach der Niederlage in Braunschweig. Schon am Freitag kann es die Fortuna gegen Union Berlin besser aussehen lassen.

Foto: dpa

Düsseldorf.   Den Düsseldorfern verbleiben nur 72 Stunden, um vor der Partie gegen Union Berlin die richtigen Lehren aus der Niederlage in Braunschweig zu ziehen.

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Es ist allen voran der Faktor Zeit, der für Fortuna Düsseldorf mit (Rück-)Blick auf die Partie bei Eintracht Braunschweig eine wesentliche Rolle spielt. Zuallererst ist davon aktuell wenig vorhanden, um die 1:2-Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga angemessen aufzuarbeiten. Denn lediglich gute 71 Stunden liegen zwischen dem Abpfiff in Braunschweig und der morgigen Abendpartie gegen das formstarke Union Berlin in der heimischen Arena (18.30 Uhr, LIVE bei uns im Ticker).

Trotz der kurzen Vorbereitung als Resultat der letzten englischen Fußball-Woche des Jahres dürfte Fortunas Cheftrainer Oliver Reck sicher einige Erkenntnisse aus der ersten Flingerner Zweitliga-Niederlage gegen Braunschweig seit 22 Jahren aufarbeiten müssen.

Durchwachsenes Experiment

Das Experiment mit Kapitän Adam Bodzek auf dem linken Defensivflügel verlief durchwachsen. Im Spielaufbau leistete sich der 29-Jährige den einen oder anderen Fehler. Zudem scheint der Defensivallrounder derzeit seiner Topform hinterherzurennen. Glück hatte er gegen Eintracht, als Schiedsrichter Sascha Stegemann sein Foul in der ersten Hälfte im Strafraum am späteren Last-Minute-Siegtorschützen Benjamin Kessel übersah und nicht auf Strafstoß entschied.

Als offensiver Totalausfall ist sicherlich Stürmer Erwin „Jimmy“ Hoffer zu nennen. Der 27-Jährige erhielt nach guten Trainingsleistungen von Coach Reck die Gelegenheit, sich anstelle von Top-Angreifer Charlison Benschop als alleinige Spitze zu beweisen. Doch dem Österreicher gelang nur wenig. Am Ende kam Hoffer auf keinen(!) Torschuss und wurde folgerichtig nach einer guten Stunde ausgewechselt. Viele Argumente für einen erneuten Startelfeinsatz gegen Union konnte er nicht sammeln.

Wenn von der Zeit die Rede ist, muss auch die Leistung von Torhüter Lars Unnerstall angesprochen werden, der beim ersten Gegentreffer durch den bundesligaerfahrenen Eintracht-Stürmer Havard Nielsen zumindest von einer Teilschuld nicht freigesprochen werden kann. Zwar kam der Schuss aus kurzer Distanz und hatte auf nassem Untergrund natürlich eine entsprechende Geschwindigkeit. Aber Unnerstall reagierte zu langsam, bevor ihm der Ball zum 1:0 der Hausherren durch die „Hosenträger“ ins Tor rutschte.

Die beiden Gegentore in Braunschweig waren bereits seine persönlichen Gegentore zehn und elf bei sechs Einsätzen. Erst einmal konnte Unnerstall seinen Kasten bisher sauber halten. Bei fünf seiner sechs Pflichtspiele blieb der 24-Jährige sieglos.

Halloran überzeugt

Einen positiven Eindruck machte dagegen Flügeldribbler Ben Halloran. Dreimal in Serie stand der australische Nationalspieler zuletzt in der rot-weißen Startelf und dankte dieses Vertrauen mit zwei Treffern. Eine starke Quote und ein Indiz dafür, dass Halloran kurz vor der Winterpause immer besser in Form kommt. Dies beweist auch ein Blick auf die Statistik gegen die Niedersachsen: Der 22-Jährige Offensivdribbler verbuchte teamintern zusammen mit dem eingewechselten Joel Pohjanpalo die meisten Torschüsse (jeweils drei), legte die längste Laufstrecke alle Akteure zurück (12,04 Kilometer) und setzte die meisten Sprints an (36).

„Wir haben zwei Tage Zeit, die Niederlage aufzuarbeiten“, erklärte Halloran nach der Braunschweig-Partie. „Gegen Union wollen wir wieder mit breiter Brust auftreten!“ Gegen die Hauptstädter verbleiben 90 Minuten Zeit, um sich mit einem positiven Gefühl in die Winterpause zu verabschieden.

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