DFB-Pokal

Stuttgart und KSC weiter - Wolfsburg siegt nach Verlängerung

Torschütze für den VfL Wolfsburg: Wout Weghorst (l.) freut sich mit seinen Teamkollegen.

Torschütze für den VfL Wolfsburg: Wout Weghorst (l.) freut sich mit seinen Teamkollegen.

Foto: dpa

Essen.  Der Karlsruher SC, der VfL Wolfsburg und der VfB Stuttgart stehen in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Die Wölfe hatten aber eine Menge Mühe.

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Tore: 1:0 Drinkuth (43.), 1:1 Weghorst (44.), 1:2 Gerhardt (49.), 2:2 Mai (57.), 2:3 William (70.), 3:3 Fetsch (90.+1), 3:4 Knoche (92.), 3:5 Brekalo (94.)

Zuschauer: 13500 (ausverkauft)

Pokal-Krimi zur Premiere: Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich im ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Trainer Oliver Glasner in die zweite Runde des DFB-Pokals gezittert. Der Pokalsieger von 2015 setzte sich bei Drittligist Hallescher FC erst nach Verlängerung 5:3 (3:3, 1:1) durch und ließ dabei wenige Tage vor dem Bundesliga-Start noch Einiges vermissen.

Vor 13 500 Zuschauern im ausverkauften Erdgas Sportpark versetzte Felix Drinkuth (43. Minute) die Fans des Underdogs mit dem Führungstor in Ekstase. Doch die währte gerade mal eine Minute bis zum Ausgleich durch Torjäger Wout Weghorst (44.). Yannick Gerhardt (49.) und William (70.) brachten Wolfsburg zweimal in Führung, doch Sebastian Mai (57.) und Mathias Fetsch (90.+1) glichen jeweils aus. Zudem verlor der VfL Kapitän Josuha Guilavogui (90.) durch eine Gelb-Rote Karte. In der Verlängerung sorgten dann aber Robin Knoche (92.) und Josip Brekalo (94.) früh für die Entscheidung.

Der VfL war zwar optisch stets überlegen, doch dem Europa-League-Teilnehmer fiel zunächst wenig ein. Ein Fernschuss von Maximilian Arnold (26.) war noch die beste Chance. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit ging es zur Sache. Allerdings auf der anderen Seite.

Drinkuth zog nach einer zu kurzen Kopfballabwehr aus gut 20 Metern ab und knallte den Ball spektakulär in den Winkel. Außenseiter Halle führte, Wolfsburg schüttelte sich kurz - und glich aus. Neuzugang Joao Victor setzte sich stark auf der linken Seite durch, seinen Querpass im Strafraum musste Weghorst nur noch in die lange Ecke schieben.

Direkt nach dem Wechsel kam die nächste Wolfsburger Ansage. Gerhardts Schuss aus gut 18 Metern war zwar nicht sonderlich scharf, aber für HFC-Torwart Kai Eisele zu platziert. Genauso stark dann der Ausgleich: Drinkuth flankte auf Mai, dessen Kopfball unhaltbar im Wolfsburger Tor einschlug.

Bei der erneuten Führung nutzte William einen Fehler von Eisele und schob den Ball ins leere Tor. Doch der HFC gab einfach nicht auf. In der Nachspielzeit drückte Fetsch den Lupfer von Bentley Baxter Bahn über die Linie. In der Verlängerung wurde der HFC schließlich geknackt. Knoches Kopfball und Brekalos Flachschuss sorgten für die Entscheidung. (dpa)

Der DFB-Pokal-Ticker zum Nachlesen:

Rostock - Stuttgart 0:1
KSC - Hannover 96 2:0
Halle - VfL Wolfsburg 3:5 n. V.
Karlsruher SC - Hannover 96 2:0 (0:0) 

Tore: 1:0 Grozurek (53.), 2:0 Wanitzek (61., Foulelfmeter)

Zuschauer: 11.779

Hannover 96 ist nach dem Fehlstart in der 2. Fußball-Bundesliga im DFB-Pokal gleich in der ersten Runde ausgeschieden. Das Zweitliga-Duell beim Tabellenführer Karlsruher SC verloren die Niedersachsen von Trainer Mirko Slomka am Montag mit 0:2 (0:0). Lukas Grozurek (53. Minute) und Marvin Wanitzek per Foulelfmeter (61.) trafen für die Badener. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz revanchierte sich damit auch für das klare 0:6 in der ersten Pokal-Runde vor einem Jahr gegen Hannover.

Der niedersächsische Bundesliga-Absteiger ist damit nach drei Pflichtspielen der neuen Saison noch ohne Sieg. In einer ausgeglichen ersten Halbzeit agierten beide Mannschaften vor 11 779 Zuschauern vorsichtig und vermieden zu großes Risiko, dennoch hätten auch die Gäste in Führung gehen können. Bei der besten Chance von Hannover durch Marvin Ducksch rettete KSC-Verteidiger David Pisot unmittelbar vor der Pause noch kurz vor der Linie.

In der zweiten Halbzeit verdienten sich die Gastgeber von Trainer Alois Schwartz den Sieg, weil sie die kämpferisch bessere Mannschaft waren und Hannover gar nicht erst zum Spielaufbau kommen ließen.

Nach einem Ballverlust von Hannovers Mittelfeldspieler Edgar Prib ließ Grozurek dem früheren Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler keine Chance. Dem Strafstoß ging ein Foul von Prib an KSC-Torjäger Marvin Pourié voraus. Zwischenzeitlich war ein Treffer von Lukas Fröde wegen Abseits nicht anerkannt worden (58.). (dpa)

Der DFB-Pokal-Ticker zum Nachlesen:

Rostock - Stuttgart 0:1
KSC - Hannover 96 2:0
Halle - VfL Wolfsburg 3:5 n. V.
Hansa Rostock - VfB Stuttgart 0:1 (0:1) 

Tor: 0:1 Al Ghaddioui (19.)

Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)

Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart hat die erste Runde im DFB-Pokal glanzlos überstanden. Das Team von Trainer Tim Walter setzte sich am Montagabend beim Drittligisten FC Hansa Rostock mit 1:0 (1:0) durch. Stürmer Hamadi Al Ghaddioui (19. Minute) erzielte vor 24 000 Zuschauern im Ostseestadion das Siegtor für die Schwaben, die zuvor alle vier Vergleiche im DFB-Pokal gegen die Hanseaten verloren hatten.

Mit dem frühen Führungstor erwischten die Gäste, die auf Stammtorhüter Gregor Kobel (Hüftprellung) verzichten mussten, einen Start nach Maß. Der kurz zuvor eingewechselte Al Ghaddioui stand nach einer schnell ausgeführten Ecke völlig frei und hatte keine Mühe, nach einer Flanke von Daniel Didavi aus Nahdistanz einzuköpfen.

Hansa steckte den Rückschlag weg und hielt dagegen. Den Bemühungen fehlte es allerdings an spielerischer Präzision und Konsequenz, um die Stuttgarter Defensive ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Die beste Gelegenheit hatte noch Mittelstürmer John Verhoek, dessen Kopfball in der 60. Minute am linken Pfosten vorbei ging. Auch die stürmische Schlussoffensive brachte nichts mehr ein. (dpa)

Der DFB-Pokal-Ticker zum Nachlesen:

Rostock - Stuttgart 0:1
KSC - Hannover 96 2:0
Halle - VfL Wolfsburg 3:5 n. V.
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