Einwurf

Bayern München gegen RB Leipzig ist kein Traumfinale

Leipzigs Emil Forsberg (rechts) jubelt mit Timo Werner über sein Tor zum 3:1 in Hamburg.

Leipzigs Emil Forsberg (rechts) jubelt mit Timo Werner über sein Tor zum 3:1 in Hamburg.

Foto: dpa

Essen  RB Leipzig steht beim Großteil der Fußball-Fans in Deutschland an der Unbeliebtheits-Skala auf Platz eins. Der Vorwurf: null Tradition.

Wer sich auf der Homepage des FC Bayern München alle DFB-Pokalsiege der „roten Riesen“ seit den 50er Jahren in Bildergalerien anschauen möchte, der muss mehrmals weiterklicken. Insgesamt 18 Pokaltriumphe stehen für den Rekordmeister von der Isar zu Buche. Der erste Pokalgewinn fand noch auf Schneeboden im Winter statt. Am 29. Dezember 1957 schlugen die Bayern Fortuna Düsseldorf im eiskalten Augsburg 1:0.

Nach dem Sieg am Mittwochabend im DFB-Pokalhalbfinale bei Werder Bremen winkt den Bayern nun zum 19. Mal der goldene Pott. Im Finale am 25. Mai im Berliner Olympiastadion sind die Bayern wie immer Favorit. Allerdings haben sie mit RB Leipzig einen der dicksten Brocken als Finalgegner erwischt.

Für die Leipziger Rasenballer, die 2009 den Oberliga-Platz des SSV Markranstädt einnahmen, ist das Finale gegen Bayern Bestätigung und Chance zugleich. Fußball am Reißbrett? Kann funktionieren. Das von Brause-Milliardär Dietrich Matteschitz gepowerte RB Leipzig steht beim Großteil der Fußball-Fans in Deutschland allerdings in der Unbeliebtheits-Skala auf Platz eins. Vorwurf: null Tradition, sondern ein reines Marketingprodukt. Alleine deswegen ist Bayern gegen RB Leipzig kein Traumfinale.

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