Derby-Freundschaft

Yarmolenko und Konoplyanka: Beim Derby ruht die Freundschaft

Andrey Yarmolenko.

Foto: firo

Andrey Yarmolenko. Foto: firo

Dortmund/Gelsenkirchen.  Andrey Yarmolenko und Yevhen Konoplyanka kennen sich schon lange. Beim Derby zwischen dem BVB und Schalke stehen sie sich als Gegner gegenüber.

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Im Ruhrgebiet kennt man das schon: Das Revierderby spaltet Familien, Freund und Kollegen. Es gibt Schwarz-Gelb oder Königsblau und sehr wenig dazwischen. Es ist eine Erfahrung, die nun auch die beiden Ukrainer in Diensten der Revierklubs machen müssen. Yevhen Konoplyanka spielt bereits seit 2016 für Schalke 04, Andrey Yarmolenko kam im Sommer 2017 nach Dortmund. Beide kennen sich schon lange, spielten schon in Jugendauswahlteams der Ukraine zusammen.

Auf dem Platz bekleiden beide ähnliche Positionen, beide sind Außenangreifer. Konoplyanka links, Yarmolenko rechts. Und beide haben ein gehöriges Tempo. „Wer von den beiden schneller ist, kann ich so gar nicht sagen“, meint Schalkes Direktor Sport Axel Schuster. Effektiver ist Yarmolenko: In acht Bundesliga-Spielen gelangen ihm zwei Tore und vier Assists. Konoplyanka schaffte in zwölf Partien ein Tor, bereitete zwei Treffer vor.

Ein paar Mal haben sie sich in Deutschland schon getroffen, einmal, in Düsseldorf, war auch Andrey Voronin dabei – jener Ukrainer, der in der Bundesliga unter anderem für Mainz 04, Bayer Leverkusen, Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf spielte. Direkt nach seinem Wechsel fragte Yarmolenko, welche Partie die bedeutendere sei: gegen Schalke oder gegen Bayern München. Die Antwort: gegen Schalke, weil es um die Ehre geht – und gegen Bayern nur ums Prestige.

Konoplyanka kennt das Derby schon als Beteiligter

Folgerichtig haben die Ukrainer vereinbart, „dass unsere Freundschaft in diesen 90 Minuten ruhen wird“, sagt Yarmolenko dieser Redaktion. Er freut sich auf das Spiel und weiß: "Das müssen wir unbedingt gewinnen." Konoplyanka kennt das Derby schon als Beteiligter – nun aber steigt auch bei ihm die Lust: „Es ist sehr motivierend, wenn du weißt, dass dein Kollege aus der Nationalelf gegen dich spielt.“

Und werden nach dem Spiel die Trikots getauscht? „Das ist nicht wichtig“, sagt Konoplyanka. „Wichtig ist, dass wir mit einem Erfolg zurück nach Hause fahren.“

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