Ginter

Woran der Ginter-Transfer vom BVB zu Gladbach scheitern könnte

Matthias Ginter.

Foto: firo

Matthias Ginter. Foto: firo

Mönchengladbach.  Gladbach will Matthias Ginter von Borussia Dortmund verpflichten. Doch Gladbach will nicht zu viel für den Nationalspieler an den BVB zahlen.

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Die Fußballprofis von Borussia Mönchengladbach hatten am Sonntagmorgen etwas mehr Glück als die Radrennfahrer bei der Tour de France beim Grand Depart in Düsseldorf. Die dunklen Wolken über dem Borussia-Park zum Start in die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison hielten sich zurück. Kein Dauerregen wie beim ersten Tour-Rennen der Radfahrer, die am Sonntag parallel zum Gladbacher Training auch durch die Mönchengladbacher Innenstadt kurvten.

Als ein Hubschrauber über Borussias Trainingsgelände flog, scherzten einige der knapp 1000 Beobachter: “Da wird grad der Ginter vom Confed-Cup in Russland eingeflogen.” Über den Scherz konnte auch der nach fast sechs Wochen Urlaub gut aufgelegte Dieter Hecking schmunzeln. Obwohl sich der Cheftrainer zu einer möglichen Verpflichtung des Dortmunder Nationalspielers für die Gladbacher Innenverteidigung naturgemäß nicht konkret äußern wollte: “Es werden viele Spieler bei uns spekuliert, manchmal ist ja auch was dran.”

Immerhin mehr als 15 Millionen Euro stehen als Ablöse für Ginter beim BVB im Raum. Eine immense Summe, über die Sportdirektor Max Eberl, der den Trainingsauftakt am Fohlen-Campus an der Seite von Vizepräsident Rainer Bonhof verfolgte, durchaus nachdenken dürfte. Der Transfer könnte also an einer zu hohen Ablöseforderung des BVB scheitern.

Rekordtransfer bislang: Christoph Kramer

Bisheriger Rekordtransfer der Gladbacher Historie ist Weltmeister Christoph Kramer, für den im vergangenen Sommer rund 15 Millionen Euro nach Leverkusen gingen. Beim hundertminütigen Trainingsstart am Sonntagmorgen musste der gebürtige Solinger noch auf seinen vermeintlichen neuen Partner verzichten. Denis Zakaria, der bullige Neuzugang von den Young Boys Bern, hat wegen seiner Länderspieleinsätze für die Schweiz im Juni noch bis 14. Juli Urlaub. “Er st ein zweikampfstarker, präsenter Typ und wird anders spielen als Mo Dahoud”, betont Kramer.

Der Weltmeister von 2014 schätzt die neue Bundesliga als überaus ausgeglichen ein. “Stuttgart und Hannover werden für eine größere Leistungsdichte sorgen. Dies wird für uns Chancen und auch Risiken mit auf den Weg geben. Mit unserem Kader brauchen wir aber vor niemandem Angst zu haben.”

Grifo ist bisher der prominenteste Neuzugang

Vincenzo Grifo, der prominenteste der bisherigen sechs Neuzugänge, will mit der Borussia um die Europapokalplätze spielen. “Ich war noch nie international dabei, das wird mein großes Ziel sein”, erklärte der 24-jährige ehemalige Freiburger, der sich im Team als offensiver Mittelfeldspieler sieht. “Beim Sport-Club war ich vorwiegend auf der linken Seite unterwegs, ich kann aber auch den Zehner”, so Grifo.

Der hat einen kleinen Glücksbringer bereits mitgebracht: die Rückennummer 32. “Die habe ich zu meinem Einstieg in den Profifußball in Hoffenheim gewählt, habe sie beim FSV Frankfurt und in Freiburg mit Erfolg getragen. Auch in Gladbach soll mir die 32 Glück bringen”, sagt Grifo.

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