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Trotz Krise: Trainer Bosz gibt BVB-Profis vor dem Derby frei

Gerät immer mehr unter Druck: BVB-Trainer Peter Bosz.

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Gerät immer mehr unter Druck: BVB-Trainer Peter Bosz. Foto: dpa

Dortmund.  Nach nur einem Sieg aus den vergangenen neun Pflichtspielen ist die BVB-Krise amtlich. Trainer Peter Bosz hält aber an seinen Abläufen fest.

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Die nächste Niederlage schmerzte. Wieder nicht die Wende, wieder ein Negativerlebnis. 1:2 in der Champions League gegen Tottenham Hotspur. Und nun steht am Samstag (15.30 Uhr) für die Fußballer von Borussia Dortmund auch noch das Derby in der Bundesliga gegen den FC Schalke 04 an. Ein Sieg dort könnte die Fans beruhigen. Eine Niederlage aber löst das Gegenteil aus. "Wir wollen das Derby auch gewinnen", sagte der etwas überraschend im Mittelfeld aufgebotene Raphael Guerreiro nach dem Spiel gegen den englischen Vize-Meister und stellte in Aussicht, "alles versuchen" und "konzentriert arbeiten" zu wollen in den nächsten Tagen, "um es am Wochenende besser zu machen".

Am Mittwochmorgen fand bei Borussia Dortmund das obligatorische Training der Reservisten auf dem Platz statt, während die Startformation des Vorabends locker und regenerativ im Gebäudetrakt trainierte. Und am Donnerstag wird die Mannschaft auf Geheiß von Trainer Peter Bosz frei haben. Der BVB steckt in der Krise und der Trainer gibt der Mannschaft einen freien Tag? Das ruft bei den Fans, die die öffentliche Einheit am Mittwoch mitverfolgen konnten, durchaus Argwohn hervor.

Es handelt sich dabei allerdings um keine sonderlich ungewöhnliche Anordnung. Im steten Drei-Tage-Rhythmus der Spiele ist es für Trainer nicht leicht, freie Tage einzubauen, um den Spielern die Möglichkeit zu geben, den Kopf frei zu bekommen. Das hielten auch Boszs Vorgänger Thomas Tuchel und Jürgen Klopp so. Der Donnerstag ist der einzige Tag in der aktuellen Woche, der nicht der Tag vor oder nach einem Spiel ist. Von daher eine logische Entscheidung.

Enttäuschende Wochen für Borussia Dortmund

Andererseits, so argumentieren manche Fans, täte es der Mannschaft vielleicht ganz gut, noch etwas an den Dingen zu feilen, die in den vergangenen, höchst enttäuschenden Wochen nicht funktioniert haben. Zu tun gäbe es nach nur einem Sieg aus den vergangenen neun Pflichtspielen mehr als genug. Zumal nun eben das übergroße Duell gegen Königsblau ansteht und sich ohnehin die Meinungen halten, der BVB habe nicht ausreichend körperlich gearbeitet, um im entscheidenden Moment eines Spiels noch einmal zulegen zu können.

Körperliche Defizite stellen aber bisher weder die Spieler noch der Trainer öffentlich fest. "Ein mentales Problem", nennt Kapitän Marcel Schmelzer die unbegreiflichen Schwächen in den zweiten Halbzeiten zuletzt. Möglich ist auch das.

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