BVB

So viele Punkte kostete die Standardschwäche den BVB

Salif Sané köpft zum 2:1 für Schalke ein, die BVB-Abwehr kann ihn nicht aufhalten.

Salif Sané köpft zum 2:1 für Schalke ein, die BVB-Abwehr kann ihn nicht aufhalten.

Foto: firo

Dortmund.  Borussia Dortmund kassiert in dieser Saison zu viele Gegentore nach Standardsituationen. Mancher ruhender Ball tat dem BVB besonders weh.

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Es ist ein konstantes Thema in dieser Saison: Borussia Dortmund und seine Standardschwäche. Die 2:4-Niederlage im Revierderby kassierte der BVB vor allem aufgrund von ruhenden Bällen. Das 1:1 war ein Elfmeter, das 1:2 fiel nach einer Ecke und das 1:3 durch einen direkt verwandelten Freistoß. Wir haben einen genauen Blick auf die Gegentore der Dortmunder in dieser Saison geworfen und stellen fest, dass der BVB in der Tat viele Standard-Gegentore kassierte, dadurch aber weniger Punkte abgegeben hat, als es so mancher BVB-Fan vermuten mag.

Insgesamt 14 der 25 Gegentore von Borussia Dortmund entstanden durch Elfmeter (vier), Eckbälle (fünf) oder Freistöße (fünf), wobei sowohl direkt verwandelte Freistöße gezählt werden als auch Treffer, die im direkten Anschluss an einen ruhenden Ball entstanden sind. In der Rückrunde sind die Schwarz-Gelben deutlich anfälliger. Kassierten sie in der gesamten Hinrunde nur fünf Gegentreffer nach einem ruhenden Ball, so sind es in der zweiten Halbserie schon neun - und drei Partien stehen noch aus.

Angesichts dieser Werte überrascht es, dass die Standardschwäche Dortmund nicht so viele Punkte gekostet hat, wie man annehmen könnte. Der BVB verlor nur zwei Spiele, in denen er mindestens ein Standardgegentor kassiert hat: das Revierderby am vergangenen Wochenende und das Auswärtsspiel beim FC Bayern München. Letztere Niederlage war allerdings nicht nur an der Szene festzumachen, in der Mats Hummels nach einer Ecke zur Führung für die Bayern eingeköpft hatte. Beim 0:5 war der BVB einfach insgesamt in allen Belangen unterlegen.

Entscheidende Punktverluste nach ruhenden Bällen musste der BVB in den Heimspielen gegen die TSG Hoffenheim und gegen Hertha BSC hinnehmen. Gegen die Mannschaft aus der Kraichgau hatte Dortmund 3:0 geführt, doch in der 87. Minute traf Ishak Belfodil nach einem Freistoß per Kopf zum 3:3-Endstand. Gegen die Berliner fiel der Ausgleichstreffer zum 2:2 in der Nachspielzeit: Salomon Kalou verwandelte einen Foulelfmeter.

In sieben weiteren Partien trafen die Gegner des BVB mindestens einmal per Standard, doch am Ende hieß der Sieger trotzdem Borussia Dortmund.

Der Rückstand des BVB auf die Bayern beträgt zwei Punkte

Da der Rückstand auf den FC Bayern München lediglich zwei Punkte beträgt, schmerzen die entscheidenden Standard-Gegentore dieser Saison den Borussen besonders. Insbesondere die fast schon sicher geglaubten Siege gegen Hoffenheim und Berlin fehlen Dortmund in der Endabrechnung, um vor den Bayern zu stehen.

Doch noch bleiben drei Partien übrig, die Meisterschaft ist für die Borussia nach wie vor nicht abgeschrieben. Weitere Standard-Gegentore sollte die Mannschaft von Lucien Favre aber tunlichst vermeiden, wenn es noch mit dem Titel klappen soll.

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