BVB-Kommentar

Reus, Havertz und der BVB - viel Luft um wenig

BVB-Kapitän Marco Reus (r.) und Kai Havertz im Kreis der Nationalmannschaft.

BVB-Kapitän Marco Reus (r.) und Kai Havertz im Kreis der Nationalmannschaft.

Foto: Getty Images

Hamburg.  Will Marco Reus Kai Havertz zum BVB locken? Ja, er werde alles dafür tun, sagte Reus. Doch dieser Scherz kam so nicht an. Ein Kommentar.

Kommunikation ist eine komplizierte Angelegenheit: Es gibt einen Sender, der sich verständlich ausdrücken muss, einen Empfänger, der es richtig verstehen muss – und mannigfaltige Möglichkeiten, wie es zu Missverständnissen kommen kann.

Für Havertz steht eine dreistellige Millionensumme im Raum

Das musste nun auch Marco Reus feststellen. Der Kapitän von Borussia Dortmund wurde nach einer Pressekonferenz bei der Nationalmannschaft von einem Journalisten angesprochen. Der fragte, ob Reus seinem Kollegen Kai Havertz einen Wechsel von Bayer Leverkusen zum FC Bayern zutraue, oder ob dieser lieber nach Dortmund kommen solle. Reus sagte, dass er alles dafür tun werde, Havertz zum BVB zu lotsen.

Und jetzt wird es kompliziert, jetzt kommen wir zu den Schwierigkeiten der Kommunikation: Reus wollte seine Aussage als Scherz gemeint haben, offenbar kam sie aber nicht so an. Und in der medialen Aufregung, die rund um die Nationalmannschaft herrscht, entstand aus einem flapsig gemeinten Spruch entstand ein gewaltiges mediales Echo.

Ohnehin wird man das ganze Thema unter der Rubrik „Viel Luft um wenig“ abheften müssen: Dass Havertz zum BVB wechselt, ist eher unrealistisch. Längst jagen europäische Spitzenklubs das derzeit größte Talent Deutschlands, für den 20-Jährigen steht als Ablöse eine dreistellige Millionensumme im Raum. Für solche Preise kann und will der BVB nicht einkaufen.

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