Borussia Dortmund

Marco Reus steht beim BVB wieder auf dem Platz – ohne Ball

Am Montag zog Marco Reus nach seinem Kreuzbandriss wieder seine Runden über den BVB-Trainingsplatz.

Foto: imago

Am Montag zog Marco Reus nach seinem Kreuzbandriss wieder seine Runden über den BVB-Trainingsplatz. Foto: imago

Dortmund.  Marco Reus ist beim BVB wieder im Lauftraining. Bis zur Rückkehr in den Spielbetrieb wird es nach seinem Kreuzbandriss aber noch dauern.

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Der Mann in der gelben Mütze schlich sich unscheinbar auf den Trainingsplatz, während seine Mannschaftskollegen auf der anderen Seite gerade ein intensives Trainingsspielchen absolvierten. Doch die Objektive der Fotografen und Kameramänner richteten sich trotzdem schnell auf den jungen Mann in Trainingskleidung von Borussia Dortmund – schließlich ist es lange her, dass man Marco Reus auf dem Rasen eines Fußballplatzes erlebt hat.

Schwierige mentale Situation

Im Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (2:1) hatte der Angreifer letztmals für den BVB gespielt, sich dabei allerdings einen Teilriss des hinteren Kreuzbands zugezogen. Im Juni wurde er operiert, seitdem quält er sich in der Reha. Anfang des Monats kehrte er ins Lauftraining zurück, erst auf dem Laufband, inzwischen auch auf dem Trainingsplatz.

Für Training mit dem Ball ist es allerdings noch zu früh, für die Rückkehr in den Spielbetrieb erst recht. Erst im Februar oder März wird es so weit sein – Reus und der BVB wollen nichts überstürzen, damit nicht prompt die nächste schwere Verletzung folgt. Vor kurzem erst hatte der 28-Jährige der Zeitschrift GQ erzählt, wie schwer es sei, mit der langen Verletzungszeit umzugehen. Vor allem mental sei diese Zeit belastend: "Dass man während der Reha auf sich allein gestellt ist. Das ist das, was extrem an einem zehrt", sagte er. "Ich hatte nach drei Wochen auch mal richtig die Schnauze voll, du wirst mental brutal getestet, weil du immer allein arbeiten musst."

Guerreiro nahm sich Reus zum Vorbild

Die Topspieler verdienten zwar viel Geld, aber „dafür müssen wir teilweise einen hohen gesundheitlichen Preis akzeptieren.“ Und weiter: „Das ganze Geld würde ich verschenken, um gesund zu sein, um meinen Job ausführen zu dürfen. Für das, was ich liebe: Fußball zu spielen.“

Bis dahin aber wird es noch eine Weile dauern. Mannschaftskollege Raphael Guerreiro, der sich im Juli am Knöchel verletzte, ist da schon weiter – auch weil ihn das Beispiel Reus antrieb: Dass dieser nach schweren Verletzungen immer wieder mit voller Kraft an der Rückkehr arbeite, „war für mich auch Motivation“, sagte der Portugiese, der inzwischen wieder bei 100 Prozent seiner Fitness steht.

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