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Klopp: „Es war brutal schwer für uns“

Nürnberg. BVB-Trainer Jürgen Klopp war nach dem 2:0 in Nürnberg sehr zufrieden. Die „Herbstmeisterschaft“ hat aber bei Klopp „nichts ausgelöst“. Wir haben die Stimmen gesammelt.

Jürgen Klopp (BVB) über das Spiel: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, mit dem Großteil des Spiels auch, auch wenn es sehr schwer für uns war, was unterschiedlichste Gründe hat. Einer ist, dass sich der 1. FC Nürnberg richtig, richtig gut verhalten hat bei unserem eigenen Ballbesitz. Sie haben das sehr gut geregelt, es war ganz schwer für uns, Fußball zu spielen. Dazu kam noch, dass uns die Zielstrebigkeit gefehlt hat. Wir hatten zwar Ballbesitz in der ersten Halbzeit, sind aber viel zu selten in die torgefährlichen Räume gekommen. Der hellste Moment war, als Nuri Sahin schnell reagiert, als Mats Hummels schnell reagiert und wir so das 1:0 machen. Das war sehr wichtig. In der zweiten Halbzeit war es auch ein eher offenes Spiel mit immer wieder Bällen, die wir Nürnberg in die Füße gespielt haben. Aber wieder gab es mehr Offensivszenen für uns, hintendran hat sich das gehäuft und wir sind kurz vor Schluss durch ein Tor belohnt worden. Hier war es brutal schwer zu bestehen, umso besser fühlt es sich an. Beide Mannschaften haben sich alles abverlangt, intensive Zweikämpfe geführt. Dass wir gewonnen haben, ist nicht unverdient, aber hart erarbeitet.“

Jürgen Klopp über die Herbstmeisterschaft: „Wir wissen seit gestern, dass wir Herbstmeister sind. Es ist besser es zu sein, als es nicht zu sein. Aber das hat nichts bei uns ausgelöst.“

Jürgen Klopp über die Vergleiche mit früheren Dortmunder Meistermannschaften: „Wenn wir die gleiche natürliche Qualität hätten wir die Mannschaften von 1995 oder 1996, dann würden wir über die Meisterschaft reden. Aber wir reden nur von erarbeiteter Qualität.“

Jürgen Klopp über die Defensivleistung: „Der gravierende Unterschied zu fast allen anderen Mannschaften ist das Selbstverständnis. Wenn es in der Offensive nicht läuft, hat es auf den Defensivbereich keinen Einflss. Das Spiel gegen den Ball muss zuallererst stimmen. Wer das nicht gut macht, kann nicht mitspielen. Diese Messlatte haben wir festgelegt. Außerdem haben wir Roman Weidenfeller im Tor, der auch den einen oder anderen Ball gehalten hat. Sonst hätten wir statt neun 14 oder 15 Gegentore.“

Dieter Hecking (Trainer 1. FC Nürnberg): „Natürlich kann man mit 18 Punkten zufrieden sein. Aber wir haben jetzt vier Spiele hintereinander verloren. Das ist das, was mich sehr ärgert. Das 0:1 war ein klarer individueller Fehler von Andi Wolf. Da kann ich heute auch nicht den Mantel des Schweigens drüber heben. Wir wir im Winter einen geeigneten Stürmer finden, würden wir es natürlich machen wollen. Aber ich bin kein Freund von Winter-Transfers.“

Roman Weidenfeller (BVB): „Wir hatten die Möglichkeiten, den Sack zuzumachen, aber der 1. FC Nürnberg ist eine gute Mannschaft. Man muss uns das eingestehen, ein Spiel auch mal nicht direkt zu entscheiden. Wir freuen uns, mit so einem Abstand vorne zu stehen, können uns davon aber nichts kaufen. Klar ist das wichtig - aber das bedeutet momentan nichts. Wir wollen einen Schritt nach dem anderen machen. Jetzt ist Bremen das wichtigste Spiel.“

Antonio da Silva (BVB): „Je mehr Punkte wir haben, desto besser. Die Stimmung in der Kabine war nach dem Spiel ausgelassen, aber das ist auch unsere Stärke, dass wir immer gemeinsam lachen können. Aber wir haben noch gar nichts erreicht. Vor zwei Jahren wurde auch ein Herbstmeister abgefangen.“

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer BVB): „Vom Ergebnis ist das traumhaft gelaufen und auch der Spieltag ist nicht zum Nachteil gelaufen. Die erste Halbzeit war schwer für uns, wir sind nicht ins Spiel gekommen. Wir können unsere Spieler aber nicht immer nach 60 Minuten entscheiden. Wir wissen, dass unsere Abwehr steht.“

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