Kommentar

FC Bayern steckt die Doppelbelastung besser weg als der BVB

Leon Goretzka (l.) ließ dem FC Schalke und Weston McKennie keine Chance.

Leon Goretzka (l.) ließ dem FC Schalke und Weston McKennie keine Chance.

Foto: Getty

München.  Der BVB muss aufpassen, dass das Remis-Drama gegen Hoffenheim nicht nachwirkt. Denn die Bayern sind wieder in der Spur. Ein Kommentar.

Neue Spannung im Bundesliga-Titelkampf – und das innerhalb von zwölf Minuten. Aus zehn Punkten Vorsprung, die Borussia Dortmund bei einem Sieg gegen die TSG Hoffenheim und einer späteren Niederlage des FC Bayern hätte haben können, sind nun fünf geworden. Nach einer 3:0-Führung reichte es für den BVB zu einem 3:3 – ein Gefühl fast wie beim Derby im November 2017, als der BVB gegen Schalke nach einer 4:0-Führung nur 4:4 spielte.

Aber eben nur fast. Denn während durch das Derby 2017 eine Krise ihren Höhepunkt fand, steht der BVB nach einer bisher großartigen Saison immer noch an der Tabellenspitze. Doch der BVB muss aufpassen, dass dieses Remis-Drama nur eine kleine Delle hinterlässt. Seit drei Pflichtspielen warten die Dortmunder auf einen Sieg, das gab es in der aktuellen Saison noch nicht.

Der FC Bayern München 630 Kilometer weiter im Süden macht sich wieder Hoffnungen – nur eine Woche nach der 1:3-Niederlage in Leverkusen. Die Bayern rutschten im Spiel gegen Schalke 04 nicht aus, siegten locker mit 3:1, sie wurden nicht einmal groß gefordert. Und sie zeigten, dass sie wenigstens in dieser Woche besser mit der Doppelbelastung Bundesliga/Pokal umgehen konnten. Im Gegensatz zum BVB ließen die Bayern in der Schlussphase nicht mehr nach.

Schalke braucht ein Fernglas

Die Schalker beobachten den Titelkampf wieder nur mit dem Fernglas. In der Bundesliga spielen sie nur noch eine unbedeutende Nebenrolle – 22 Punkte nach 21 Spielen, so schlecht waren sie zuletzt vor 20 Jahren.

Das liegt auch an der fehlerhaften Einkaufspolitik: Im Spiel in München musste Star-Zugang Sebastian Rudy, gekommen für 16,5 Millionen Euro, wegen schlechter Leistung nach 33 Minuten vom Platz – der nächste Tiefpunkt in einer Saison voller Missverständnisse.

Rudy wäre inzwischen wohl lieber beim FC Bayern geblieben. Da hätte er wieder um den Titel gespielt.

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