Revierderby

Ein Schalker Abstieg wäre für Kevin Großkreutz eine Freude

Inzwischen trägt Kevin Großkreutz das Trikot des Drittligisten KFC Uerdingen. An seiner fehlenden Sympathie für den FC Schalke 04 hat sich beim ehemaligen BVB-Mann und gebürtigen Dortmunder aber nichts verändert.

Inzwischen trägt Kevin Großkreutz das Trikot des Drittligisten KFC Uerdingen. An seiner fehlenden Sympathie für den FC Schalke 04 hat sich beim ehemaligen BVB-Mann und gebürtigen Dortmunder aber nichts verändert.

Foto: Christof Koepsel / Bongarts/Getty Images

Dortmund.  „Macht se einfach weg“, schreibt der ehemalige Dortmunder in seinem Post. Und er sagt: „Ein Jahr kann man schon mal auf die Schalker verzichten.“

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Ein Drittliga-Spieler des Tabellenelften KFC Uerdingen moppert kurz vor dem Revierderby am Samstag (15.30 Uhr/ARD und Sky) heftig herum, aber immerhin ein Weltmeister von 2014 – wenn auch ohne Einsatz. „Männer, stopft Ihnen am Samstag den Mund“, schreibt Kevin Großkreutz in seinem Instagram-Post. „Ich kann die große Klappe im Internet nicht mehr hören. Überall werde ich markiert und beleidigt von den Affen.“ Seine Forderung: „Macht se einfach weg. Euer Fisch.“

Damit hat der gebürtige Dortmunder eine derbe Ansage gemacht und dem Spiel, in dem es für beide Mannschaften sowieso um verdammt viel geht, noch ein bisschen mehr Würze gegeben. Über die Qualität dieser Würze lässt sich streiten. Kevin Großkreutz hat allerdings kurz danach in einem Interview mit Sky auch schon reagiert, und zwar so: „Wenn ich den ganzen Tag Nachrichten bekomme und Beleidigungen und überall markiert werde – man guckt ja auch mal zwischendurch, und irgendwann will man auch mal was zurückgeben. Das gehört dazu. Und jetzt hab ich noch mal einen ausgepackt. Und am Samstag werden wir dann sehen, wer das Ding gewinnt.“

Unstrittig ist die Ausgangsituation: Die Schalker, die vier Spieltage vor dem Saisonende ein Sechs-Punkte-Polster auf den VfB Stuttgart und somit den Relegationsplatz haben, könnten den Druck auf die Schwaben mit einem Erfolgserlebnis erhöhen, da diese erst um 18.30 Uhr gegen Borussia Mönchengladbach antreten werden.

Die Dortmunder, die aktuell mit ihren 69 Zählern einen Punkt hinter dem FC Bayern liegen, könnten für mindestens eine Nacht wieder auf Platz eins klettern, weil die Münchener erst am Sonntag ab 18 Uhr beim Tabellenvorletzten 1. FC Nürnberg spielen werden. Rang eins für den BVB ist genau das, was sich Kevin Großkreutz wünscht, der mit den Dortmundern zweimal Deutscher Meister war. 2011 und 2012.

Es gibt aber auch dieses von Kevin Großkreutz, den die Anhänger der Königsblauen überhaupt nicht mögen: Im Januar 2013 war es, als der inzwischen 30-Jährige Nachfolger des damals erkrankten und inzwischen verstorbenen Schalke-Managers Rudi Assauer wurde – und zwar als ehrenamtlicher Botschafter der Solidarfonds-Stiftung NRW, einer gemeinnützigen und unabhängigen Stiftung, die sich an ihrem Leitmotiv „Wir helfen Menschen“ orientiert und ausrichtet. „Bei dieser sozialen Aufgabe will ich mit ganzer Kraft mithelfen“, sagte er damals bei seiner Vorstellung.

Nichtsdestotrotz hat Kevin Großkreutz im Sky-Interview noch einmal unmissverständlich klargemacht, dass er die Schalker überhaupt nicht leiden kann. Er freute sich sogar über einen Abstieg des Gelsenkirchener BVB-Revierrivalen? „Natürlich“, sagt er und lacht. „Ja, ich würde mich freuen. Ein Jahr kann man schon mal auf die Schalker verzichten. Und da würde man sich in Dortmund drüber freuen.“

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