Kommentar

Castro irrt - Ergebnis ist für den BVB eine Blamage

Gonzalo Castro zeigte auch eine schwache Leistung.

Foto: Getty

Gonzalo Castro zeigte auch eine schwache Leistung.

Dortmund.  Der BVB hatte im Europapokal schon das Quäntchen Glück in Anspruch genommen. Nun folgte die Blamage gegen den FC Salzburg. Ein Kommentar.

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Vielleicht liegt ein Teil des Problems, das Borussia Dortmund hat, auch in dem, was Gonzalo Castro nach dem Spiel sagte. Er versuchte auszuführen, mit welchen Problemen sich der BVB gerade herumschlägt und vieles davon hatte auch seine Berechtigung. Aber er sagte ebenfalls, dass beim 1:2 gegen den FC Salzburg auch "das Quäntchen Glück" gefehlt habe. Da irrt er.

Denn Dortmund hatte schon das Quäntchen Glück in Anspruch genommen. Nur ihm war es zu verdanken, dass der Klub aus Österreich nicht noch höher gewann beim international noch immer angesehenen BVB, der aber in dieser Saison ein wahrlich erschütterndes Bild abgibt. In den neun Europapokalspielen bisher brachte Schwarz-Gelb genau einen Sieg zustande: 3:2 gegen Bergamo, herbeigehebelt in letzter Sekunde. Gegen Nikosia in der Champions League? Gab es zwei Unentschieden.

Aus gegen Bergamo wäre verdient gewesen

Gegen Bergamo im Rückspiel ebenfalls ein Unentschieden, als das verdiente Aus schon besiegelt schien. Und nun eben auch noch eine Heimniederlage gegen einen Klub, der gewiss seine Qualitäten hat, der mit den Millionen von Red Bull gepäppelt wird, der aber auch seit vielen Jahren vergeblich versucht, in die Champions League einzuziehen, weil er auf dem Weg dorthin sogar am F91 Düdelingen scheitert.

Das kann und darf nicht der Anspruch des BVB sein. Gegen Salzburg darf es nicht an Glück fehlen. Bei allen sichtbaren Problemen ist das Ergebnis eine Blamage. Sie sollte ein Alarmsignal sein für diesen Klub, der sich noch immer unweit gehobener Klasse wähnt, dieses aber nicht unter Beweis stellen kann, weder in der Liga, noch in Europa. Maue spielerische Leistungen gepaart mit zum Teil mangelnder Arbeitsmoral, die der Trainer schon mehrfach anprangerte. Die Zukunft ist ungewiss. Der BVB scheint sich einer Weggabelung zu nähern, an der er sich fragen muss, für was er eigentlich stehen will: für das Verwalten vergangener Meriten oder den Versuch, neue zu erwerben.

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